UPW/FW wünschen sich versenkbare Poller, mehr Licht und Radstreifen für Neumarkt

Die UPW/FW Neumarkt wollen frische Impulse in die Diskussion um die Zukunft der Neumarkter Innenstadt bringen. Zwar sei das neue Grün und die Sitzmöbel ein positiver Anfang, doch einige Aspekte fehlten noch.
Zentrales Anliegen ist laut einer Pressemitteilung die Verbesserung der nächtlichen Sicherheit in der Innenstadt. In zahlreichen Straßen und Gassen sei die Beleuchtung veraltet oder unzureichend. Die UPW denkt dabei beispielsweise an die hängenden Kabelleuchten in der Marktstraße und Klostergasse, die wenig Licht spendeten, wie Vorsitzender Sebastian Schauer auf Nachfrage erklärt.
Um dem entgegenzuwirken, plädiert die Fraktion für ein neues Beleuchtungskonzept. „Wir setzen uns für moderne, energieeffiziente Lichtkonzepte ein, die sogenannte ,Angsträume’ reduzieren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität nach Einbruch der Dunkelheit erhöhen sollen“, sagt Lukas Husarek, Beisitzer im Vorstand.
Ein weiteres Ziel sei die Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur im zentralen Stadtbereich. Besonders entlang der Oberen und Unteren Marktstraße sehen die Kommunalpolitiker akuten Handlungsbedarf. „Entlang der Unteren und Oberen Marktstraße stellt das Kopfsteinpflaster für Radfahrende ein erhebliches Komfort- und Sicherheitsproblem dar“, betont Stadträtin Pedra Wittmann.
Die Fraktion schlägt deshalb vor, links und rechts in der Unteren und Oberen Marktstraße Streifen mit Platten einzurichten, um den Verkehrsfluss sicherer und komfortabler zu gestalten. „Ziel ist ein fahrradfreundlicher Innenstadtbereich, der insbesondere auch für Familien, Senioren und Alltagsradler sicherer und angenehmer nutzbar wird“, erklärt stellvertretende Vorsitzende und Stadträtin Rita Großhauser.
„Kosten für Umbau von Straßen überschaubar“
„Die Kosten dieser Maßnahme sind überschaubar und der Umbau kann in Abschnitten erfolgen. Somit entsteht keine Belastung für die Geschäftsbetriebe. Die Maßnahme soll außerdem auch zur Entlastung des motorisierten Individualverkehrs führen und einen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität leisten“, ergänzt Sebastian Schauer, Vorsitzender der UPW/FW Neumarkt und Stadtrat.
Ein weiteres Problem sei der unzulässige Fahrzeugverkehr in der Fußgängerzone – trotz klarer Beschilderung. Alle bisherigen Maßnahmen, die unberechtigte Durchfahrt am Rathaus zu unterbinden, seien erfolglos gewesen. Immer wieder komme es zu Situationen, in denen Fußgänger durch Fahrzeuge gefährdet oder behindert werden.
Versenkbare Poller gegen Verkehrssünder
Jakob Bierschneider, Stadtrat und ehemaliger Verkehrsreferent der Stadt, schlägt eine konsequente Lösung vor: „Die UPW/FW Neumarkt spricht sich für den Einbau von elektronisch gesteuerten versenkbaren Pollern aus, die eine klare Trennung zwischen Fußgängerbereich und Fahrverkehr ermöglichen. Der Zugang soll für Linienbusse, Rettungsfahrzeuge und Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten weiterhin möglich bleiben.“
„Die Innenstadt soll so als verkehrsberuhigter Raum für Begegnung und Aufenthalt gestärkt werden“, betonen die Stadträte Franz Düring und Heiner Zuckschwert. Weiterhin werde die Sicherheit für alle nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer verbessert.
Diese Vorschläge greifen aktuelle Herausforderungen auf, die Bürger im täglichen Leben bewege, und es seien die drei meistgenannten Punkte, die sich Bürger wünschen, so Fraktionsvorsitzender Martin Meier.