Nach tödlichen Schüssen auf Wels: Trauer am Goldenen Waller in Regensburg – Ist Wahrzeichen in Gefahr?

Von Philip Hell · 25. Juni 2025 um 20:30

Ich mache mir Sorgen um den Goldenen Waller – große sogar. Schließlich wurde am Wochenende ein fränkischer Artgenosse unseres strahlenden Wahrzeichens eiskalt gemeuchelt. Und dann auch noch von einem Polizisten! Der Wels hatte Badegäste gebissen, da griff ein Beamter zur Waffe und erlegte das 90 Kilo schwere und zwei Meter lange Tier. Jetzt soll er zu Fischpflanzerl verarbeitet werden. Droht das dem Regensburger Wahrzeichen auch, fragt sich MZ-Reporter Philip Hell in der neuesten Ausgabe der Kolumne „Rengschburg mit allem“.

Zuvor war der Waller allem Anschein nach ausgezuckt, weil ihn die Badenden gestört hatten. Wer sagt, dass das unserem goldenen Wels nicht auch passiert? Ich wäre an der Stelle unseres Wallers auch ziemlich genervt. Tag für die Tag laufen Ami-Touris an ihm vorbei und murmeln etwas wie „sperm“ oder gar „cum“ – wie vulgär diese Menschen doch sind.

Die Tierschutzorganisation Peta hat angekündigt, Strafanzeige stellen zu wollen. Nur folgerichtig wäre es, nun auch den Waller am Regensburger Donauufer zu schützen. Die Polizeiinspektion Süd ist nicht weit. Der Waller ist in höchster Gefahr! Das sehen auch einige Unbekannte nicht anders. Sie haben am Mittwoch zu Füßen – oder Flossen? – des Donau-Wallers Blumen niedergelegt, um dem toten Artgenossen zu gedenken.

Dabei sind all die Sorgen unbegründet: Dem Regensburger Waller wird natürlich nichts passieren. Oder haben Sie schon mal goldene Fischpflanzerl gegessen?