„Ein Fest der Superlative“ ist zu Ende: Rötz feiert fünf Tage lang – Keine größeren Sanitätseinsätze

Mit Superlativen sollte man ja normalerweise vorsichtig sein, gerade wenn sie aus dem Mund eines Bürgermeisters kommen. Fragt man den Rötzer Bürgermeister Stefan Spindler aber nach seiner Einschätzung zum Heimatfest, welches von Mittwoch bis Sonntag in der Stadt Rötz stattfand, kann er einfach nicht anders, als es so auszudrücken: „Es war ein Fest der Superlative.“
Das macht das Rötzer Stadtoberhaupt an mehreren Punkten fest. Begonnen hat alles schon beim Einzug, bei dem mehr als 500 Teilnehmer mit dem Bürgermeister in Richtung Festzelt zogen. Und es war eine bunte Mischung aus Jung und Alt, was den Bürgermeister auch noch einmal sehr freut. In den fünf zurückliegenden Tagen hatte man dann auch richtiges Glück mit dem Wetter, denn es herrschte jeden Tag Sonnenschein.
Die Rötzer wagten sich auch in diesem Jahr wieder an etwas neuem, so wurde das Programm gegenüber den Vorjahren wieder etwas „modernisiert“, wie es der Bürgermeister ausdrückt. Unter anderem das Kinderprogramm am Samstagnachmittag erwies sich dabei als Volltreffer. „Das war auch der Wunsch der Schausteller, hier etwas zu machen, denn gerade der Samstagnachmittag lief bislang immer etwas schleppend.“
Line-Dancer und Gruppen
Das war heuer anders, auch weil noch die Line-Dancer und mehrere Kinderturngruppen des FC mit ihren Tanzeinlagen auftraten. Zum weiteren Erfolg entwickelte sich auch das Preisschafkopfen mit 236 Teilnehmern und der Dart-Cup.
Besonders gut waren natürlich der Mittwoch und der Freitag besucht.
Braumeister Stefan Allbang von der Genossenschaftsbrauerei
Auch bei der Bandauswahl hatte der Heimatfestausschuss das richtige Gespür bewiesen. Der Tag der Gemeinden wanderte an einen neuen Termin, nämlich an den Freitagabend. So schlussfolgert Stefan Spindler: „Es war ein rundum gelungenes Heimatfest mit Teilnehmern aus allen Generationen.“ Zudem kamen Spindler auch keine größeren Sanitätseinsätze zu Ohren.
Mit Blick in die Zukunft nimmt er seine Gemeindebürger gleich wieder in die Pflicht, denn zum einen laufen die Planungen bereits für das kommende Jahr und zum anderem möchte man nicht stehen bleiben und ist so immer offen für Vorschläge. „Wir sind jederzeit offen für den Wandel“, so der Bürgermeister.
Braumeister Stefan Allbang von der Genossenschaftsbrauerei zieht ein durchweg positives Fazit. Der Braumeister hat aber auch in diesem Jahr festgestellt, dass die heißen Temperaturen ein etwas anderes Trinkverhalten hervorrufen. „Wir sind sehr zufrieden, es ist alles sehr gut gelaufen, ähnlich wie im letzten Jahr.“ Doch durch die Temperaturen außen und im Zelt wurden im Jahr 2025 deutlich mehr Radler und alkoholfreie Getränke konsumiert, als andersrum. Muss Allbang eine Zahl nennen, rechnet er das zwischen 100 und 120 Hektoliter Bier ausgeschenkt wurden. Was Allbang am meisten freut: Alle Tage waren diesmal sehr gut besucht, Ausreißer nach unten gab es so gut wie keine. „Besonders gut waren natürlich der Mittwoch und der Freitag besucht“, nennt der Braumeister die Besucherstärksten Tage.



Für die Schausteller zieht Angelika Fischer eine Bilanz. Wo sich am Rötzer Heimatfest der Trend weiter fortsetzt: dass der Umsatz sinkt. Den Hauptgrund sieht Fischer darin, dass die Leute einfach weniger Geld zur Verfügung haben oder bereit sind, auszugeben. Die Schaustellerin versuche, ähnlich wie ihre Kollegen, die Preissteigerungen so gut es geht nicht an die Kunden weiterzugeben. Dennoch zieht Fischer aus den fünf Tagen eine zufriedenstellende Bilanz und spricht dies auch im Namen ihrer Kollegen so aus.
Alkoholfahrt verhindert
Eine erfreuliche Bilanz zum Heimatfest kann auch Bianca Drechsel, Dienststellenleiterin der Polizei Waldmünchen, ziehen. Eine Alkoholfahrt habe man gerade noch verhindern können. Hinzu kam der Diebstahl eines Pedelec. Dennoch bilanziert Drechsel aus den fünf Tagen: „Wir sind sehr zufrieden, es gab keine Einsätze.“ Präventiv sei Rötz gerade in den Abendstunden häufiger als sonst angefahren worden, aber ein Eingreifen war zu keiner Zeit nötig. „Das hat wieder einmal sehr gut geklappt“, lautet das Fazit der Polizei Waldmünchen.
Was war noch alles los am Rötzer Heimatfest?
Der Freitag begann bereits um 18.30 Uhr im Festzelt. Zum Städte- und Gemeindetreffen spielte Andreas Königsberger mit seinen Musikanten auf.
Neben vielen Bürgermeistern aus den Nachbarstädten und -gemeinden waren auch MdL Dr. Gerhard Hopp und MdB a. D. Karl Holmeier gekommen. Besonders begrüßte Bürgermeister Dr. Stefan Spindler die Aufstiegshelden des 1. FC Rötz, die in knallroten T-Shirts ein schöner Farbpunkt im Zelt war.
Nach den ruhigeren Musikstücken der Blaskapelle übernahmen dann ab 21 Uhr die Rotzlöffl die Bühne. Von der ersten Minute an schwappte die Stimmung auf das ganze Zelt über und die vier Vollblutmusikanten gaben drei Stunden lang Vollgas. Ein toller Stimmungsabend am Rötzer Heimatfest.
Nach dem Überraschungsnachmittag des Heimatfestausschusses am Samstag war am Abend im Zelt wieder Party angesagt. Für die Musik sorgten die Stoasberger Lumpen. Der Sonntag begann sportlich mit Wandern und Radfahren sowie mit dem großen Schafkopfrennen. Das Fest klang mit den Spitzenmusikern rund um Mathias Achatz aus. Der Bürgermeister holte Verantwortliche des FC, der DLRG und der Stadt auf die Bühne, um sich bei ihnen und ihren Mitglieder zu bedanken. Sie stießen zum Abschluss mit einem Genossenschafts-Festbier auf das erfolgreiche Fest an.
Michael Glötzl aus Zell erspielt sich den ersten Platz
236 Schafkopffreunde haben am Sonntagvormittag bei heißem Wetter wieder den Weg zum Rötzer Heimatfest gefunden, und alle wollten die 1000 Euro Preisgeld für den ersten Platz gewinnen. Zum Teil waren die Spieler wieder von weit angereist. Von Kulmbach bis Siegenburg oder Bamberg bis Passau.
Bürgermeister und Heimatfestausschussvorsitzender Dr. Stefan Spindler begrüßte alle und wünschte ein gutes Blatt. Günther Hofmann gab dann die Regularien bekannt. Zusammen mit Markus Dirscherl hat er die Organisation an diesem Vormittag übernommen und wurde von fleißigen Helfern unterstützt. Alle freuten sich, dass an den insgesamt 59 Tischen fair gespielt wurde. Zum ersten Mal beim Rötzer Turnier wurde ein Wenz gespielt. Traten einmal Probleme auf, waren diese schnell behoben. Nach zwei mal 30 Partien standen dann nach der Auswertung, die im Feuerwehrhaus durch Martin Zwicknagl, Evelyn Winklmann und Georg Sturm durchgeführt wurde, die Sieger fest.
Die Geldpreise überreichte bei der Siegerehrung der Bürgermeister zusammen mit Günther Hofmann. Den ersten Platz mit 89 Pluspunkten erspielte sich Michael Glötzl aus Zell, er konnte sich somit über stolze 1000 Euro freuen. Den Siegerscheck übergab Steffi Schwendner, Abteilungsleiterin Marketing von der Firma Josef Rädlinger Bauunternehmen, die diesen Betrag auch gesponsert hat.
Den zweiten Platz erreichte Christian Aichinger aus Wetterfeld mit 59 Punkten. Er konnte sich über 500 Euro freuen. Dieser Geldpreis wurde von der Sparkasse Cham spendiert.
Auf den dritten Platz und somit Gewinner von 250 Euro kam Theo Sporrer aus Sulzbach-Rosenberg mit 57 Pluspunkten. Dieses Geld kam von der Firma Michael Baumer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co.KG.

Viele Schafkopfer konnten sich noch über wertvolle Sachpreise oder Gutscheine freuen, die von den Verantwortlichen des Rötzer Heimatfestes von vielen Firmen gesammelt wurden. Der Rötzer Bürgermeister bedankte sich bei den Verantwortlichen und natürlich bei allen Schafkopffreunden aus Nah und Fern, die den Weg nach Rötz wieder gefunden hatten.