Heiße Weltcup-Rennen in Italien

Cham. Monasterolo del Castello – der Ort dürfte nur wenigen bei uns bekannt sein. Rennläufer Maximilian Schödlbauer vom FC Chammünster hat ihn kennengelernt. Die Kleinstadt bei Bergamo war erstmals Austragungsort eines Weltcuprennens im Inline-alpin-Sport.
Schon vor zwei Wochen zeigte Schödlbauer bei den Rennen in Slowenien aufsteigende Tendenz. In Italien setzte sich der Trend fort– und das trotz brütender Hitze von bis zu 38 Grad im Schatten. Zwei Rennen galt es zu absolvieren, da auch der Riesentorlauf wieder ins Weltcupprogramm aufgenommen wurde.
Dieser ist die Paradedisziplin des Bad Kötztingers. So ging er mit viel Mut und Angriffslust ins Rennen. Der Start und der erste Teil liefen optimal, bei der Zwischenzeit war Maximilian Zweiter. Doch dann passierte ein Fahrfehler, der Zeit kostete und den Läufer ins Straucheln brachte. Er konnte sich gerade noch retten und ins Ziel stürzen – landete auf Platz neun.
Wie eng das Leistungsspektrum in diesem Sport, in dem vor allem die Italiener in die Spitze drängen, mittlerweile beieinanderliegt, zeigt der Abstand zur Zeit des Zweiten: lediglich 0,2 Sekunden.
Der zweite Durchgang wurde vom deutschen Trainerteam gesteckt. Schödlbauer verbesserte sich noch auf Rang fünf. Auch beim Endergebnis zeigte sich die extreme Leistungsdichte, den zwischen Rang zwei und sieben lagen nur 0,3 Sekunden aus beiden Durchgängen.
Das Slalomrennen am darauffolgenden Tag versprach Hochspannung. Auch hier war Schödlbauer nach dem ersten Durchgang in der Spitze zu finden. Nach einem n Sicherheitslauf landete er auf Rang fünf. Sechs Läufer trennten diesmal nur 0,1 Sekunden.
Im zweiten Lauf riskierte der FCCler etwas mehr, was zu kleineren Fehlern führte, die ihn auf Platz sechs zurückwarfen, 0,3 Sekunden hinter einem Podestplatz.
Die Saison wird spannend, findet der FCCler, denn auch im Gesamtweltcup geht es recht eng zu. Ein Ausfall in einem Rennen könne das Klassement durcheinanderwürfeln. Maximilian Schödlbauer mischt in der Spitze mit. Nach dem Doppelweltcup im tschechischen Vysoka Pec folgen dann die Weltcuprennen in Furth im Wald am 5. und 6. Juli, wo sich die Weltelite wieder einmal im Bayerwald zu internationalen Rennen trifft. Spannend dürfte es auch werden, weil die Further Strecke noch nie für solche Wettbewerbe ausgesucht worden war. Und wenn dann noch Hunderte Zuschauer die Strecke säumen, wird das ein richtig schönes Sporterlebnis.
