Feuerwehr Rudenshofen feiert vier Tage lang mit Vereinen und Bürgern

Einen Geburtstag muss man gebührend feiern und ein besonderes Jubiläum erst recht. Die Freiwillige Feuerwehr Rudenshofen hat am Donnerstag mit einem beeindruckenden Oldtimertreffen ihre Jubiläumsfeier begonnen – und mit einem langen Festzug mit 72 Vereinen beendet.
Am Donnerstag trat für die kleinen Gäste die Donikkl Crew auf und die Kids brachten das Zelt das erste Mal zum Beben. Abends sorgte dann Josef „Bäff“ Piendl in seiner bekannt witzigen Art für ausgelassene Stimmung. Am Freitag traf sich die Festgemeinde dann zum offiziellen Bieranstich im Zelt.
Viel Lob für die Aktiven der Rudenshofener Feuerwehr
Dass sie feiern können, zeigten sowohl die Rudenshofener und Hackenhofener als auch der Patenverein, die Feuerwehr Hörmannsdorf. Letztere wurde unter großem Jubel ins Bierzelt geklatscht. Vorsitzende Julia Theis freute sich, auch Landrat Willibald Gailler und Schirmherr Bürgermeister Josef Bauer begrüßen zu dürfen.
Bauer überbrachte die Glückwünsche der Stadt Parsberg und er lobte das Engagement des Jubelvereins sowie der Festdamen für die Vorbereitungen – aber auch für den Einsatz der Aktiven. Die Kameradinnen und Kameraden seien an 365 Tagen rund um die Uhr einsatzbereit. „Ich bin stolz, dass ich das Fest mit euch feiern darf!“ Außerdem kündigte Bauer gleich schon das nächste Fest an: Denn das versprochene Tragkraftspritzenfahrzeug für die Rudenshofener werde wahrscheinlich im Januar kommen.

Der Landrat ging in seiner Rede darauf ein, wie der Dienst für die Mitmenschen seit 125 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Auch er lobte die Organisation und hob hervor, dass dieses Fest eine Bestätigung und Wertschätzung für die Arbeit der Wehr sei.
Die Vorsitzende blickte in ihrer Dankesrede auf 125 Jahre Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Kameradschaft zurück. Sie zog außerdem ihren Hut vor den Menschen, die sich in diesen 125 Jahren freiwillig engagiert und viele Stunden für Ausbildung, Übung und Gemeinschaft geleistet haben. Zudem dankte sie ihrem Team und allen Mitwirkenden, die das Fest so gelungen auf die Beine gestellt haben: „Es erfüllt mich mit großem Stolz, als Vorsitzende diesen Verein vertreten zu dürfen und noch mehr, ein solches Fest mit euch feiern zu dürfen.“
Diese Auszeichnung ist mehr als ein Titel.
Julia Theis, Vorsitzende der FF Rudenshofen
Als besonderen Höhepunkt überraschte sie Thomas Moser für seinen unermüdlichen Einsatz, seine besonderen Verdienste und seine Treue für die Feuerwehr. Ihn ernannte sie zum Ehrenvorsitzenden. „Diese Auszeichnung ist mehr als ein Titel. Sie ist ein Zeichen unseres Respekts, unserer Wertschätzung und unserer Verbundenheit mit dir!“
72 Vereine ziehen durch Rudenshofen
Auch der Vorsitzende Christian Zitzelsberger des Patenvereins Hörmannsdorf hatte eine Überraschung parat: Als Zeichen der Kameradschaft und Freundschaft überreichte er eine extra angefertigte Feuertonne, die man sicher einmal gemeinsam nutzen wird.
Freitagabend sorgten dann die Jungs von „Alarmstufe Rock“ für eine ausgelassene Stimmung, am Samstagabend eroberten „donnaweda“ die Bühne und das Festzelt.
Der Sonntag startete mit einem traditionellen Weckruf. Den feierlichen Gottesdienst hielt Pfarrer Reiner Nagel mit musikalischer Unterstützung der Seubersdorfer Blasmusik. Beim Gottesdienst im Festzelt wurden auch die neuen Fahnenbänder gesegnet, von denen die Schirmherren Josef Bauer und Heimatminister Albert Füracker jeweils eines gespendet hatten.
Minister Albert Füracker dankt den Kameraden
Er sei ja oft Schirmherr, aber „dahoam, wo man jeden kennt, ist es am schönsten“, sagte Füracker. Auch er überbrachte seine Glückwünsche und hob zudem die Festdamen hervor, die mit ihrem Engagement ein besonderes Bekenntnis zur Heimat zeigten. „Wir Normalos können uns im Ernstfall auf euch verlassen – ein großes Dankeschön, dass ihr diesen Dienst leistet.“ Dem pflichtete Kreisbrandrat Jürgen Kohl: Er freue sich über das Fest, das von großer Kameradschaft zeuge.
Wie groß die Verbundenheit mit der Jubelwehr ist, bewies auch der Festzug mit 72 Vereinen, der Seubersdorfer Blasmusik, der Blaskapelle Breitenbrunn, der Lupburger Blasmusik, der Jugendblaskapelle Seubersdorf, dem Spielmannszug Lupburg sowie der Blaskapelle Oberpfraundorf. „Spitzafknopf“ sorgte für einen rauschenden Festausklang.