Hitzetod: 19-Jähriger lässt Hund bei Freibadbesuch in Dingolfing im heißen Auto zurück

Von Nina Schmitzer · 18. Juni 2025 um 09:05

Weil sein 19-jähriger Besitzer sich im Dingolfinger Schwimmbad abkühlen wollte, ist ein Hund am Dienstag im heißen Auto gestorben. Mehr als eine Stunde war das Tier im Fahrzeuginneren eingesperrt.

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Wie die Polizei berichtet, ließ ein 19-Jähriger bei einem Schwimmbadbesuch in Dingolfing den Familienhund im Auto zurück. Als der Besitzer nach über einer Stunde zum Fahrzeug zurückkehrte, war der Hund aufgrund der sommerlichen Hitze im Fahrzeuginneren gestorben.

Tierarzt kann nur den Tod des Hundes feststellen – nicht der erste Fall in diesem Jahr

Der Besitzer brachte das Tier noch zu einem örtlichen Tierarzt, der aber nur noch den Tod des Hundes feststellen konnte. Die Polizei wurde verständigt und hat ein Ermittlungsverfahren wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen ihre Haustiere bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurücklassen. Nachdem eine Frau ihren Hund in Büchlberg im überhitzten Auto zurückließ, zeigt PETA die Halterin an. Ein weiterer Fall in Bad Birnbach endete glimpflich: Hier konnte der Hund rechtzeitig befreit werden.

Polizei warnt: Kinder und Hunde niemals im Auto zurücklassen

Mit Blick auf die nahenden sommerlichen Temperaturen betont die Polizei: Kinder und Tiere dürfen bei sommerlichen Temperaturen niemals – auch nicht nur für wenige Minuten – im Auto zurückgelassen werden. Bereits bei Außentemperaturen um 20 bis 25 Grad Celsius könne sich das Wageninnere innerhalb kürzester Zeit auf lebensgefährliche Werte von 50 Grad und mehr aufheizen.

Für Kinder und Tiere bestehe dabei akute Lebensgefahr, da ihr Körper die Hitze schlecht regulieren kann. Hitzeerschöpfung, Kreislaufversagen und Hitzschlag können schon nach wenigen Minuten eintreten, betont die Polizei. Auch ein leicht geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten bieten keinen ausreichenden Schutz. Die Gefahr wird häufig unterschätzt, doch jedes Jahr kommt es zu tragischen Vorfällen, weil Kinder oder Tiere „nur kurz“ im Auto gelassen wurden.

Im Zweifelsfall rät die Polizei, den Notruf zu wählen um schnelle Hilfe gewährleisten zu können.