Feministisch-historisches Musical: Regensburger Unitheater feiert mit „„The Hello Girls“ Premiere

Als historisch-feministische Musical bringt die Regensburger Unitheatergruppe „MusicalMinds“ das Stück „The Hello Girls“ auf die Bühne. Darin geht es um die große Bedeutung der Telefonistinnen in der US-amerikanischen Geschichte – und um ihren Kampf, den sie führen mussten, um von den männlichen Soldaten anerkannt zu werden.
„Folgst du dem Ruf in den Kampf, oder nicht?“, wird lautstark von den tanzenden Soldaten auf der Bühne gesungen, mit fabelhafter musikalischer Untermalung der Live-Band. Die Telefonistin Grace Banker (gespielt von Justina Rötsch) will diesem Ruf folgen und im Jahr 1918 in den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges für ihr Land kämpfen – soweit die Kurzfassung des Inhalts des historisch-feministische Musical „The Hello Girls“.
Das Stück von Cara Reichel und Peter C. Mills bringt derzeit die Regensburger Unitheatergruppe „MusicalMinds“ in einer besonderen Form der Premiere als deutschsprachige Erstaufführung in der Übersetzung von Timothy Roller auf die Bühne. Die Aufführungen finden im Theater an der Universität Regensburg noch bis Samstag jeweils um 19.30 Uhr statt. Das Theaterstück hat eine Spieldauer von etwa zweieinhalb Stunden (mit Pause) und schafft es, die brutale Kriegsrealität in Verbindung mit hochschaukelnden Emotionen darzustellen.
Größte personelle Produktion des Regensburger Unitheaters
Unterstrichen wird in dem fesselnden Musical die große Bedeutung der Telefonistinnen in der US-amerikanischen Geschichte. Zum ersten Mal überhaupt gab es zu diesem Zeitpunkt Frauen in der US-Army. Von den USA aus reisen sie nach Frankreich, um dort erst in Paris und später an der Front Anrufe der Offiziere am Schaltpult zu verbinden. Doch die männlichen Soldaten von dem Konzept „Frauen in der Armee“ zu überzeugen, war per se schon ein harter Kampf.
Das Projekt stelle eine der personell größten Produktionen innerhalb des Unitheaters dar, so Regisseurin Anna Sluk. Co-Regie hat Fabian Hägel (Rolle: Captain Riser). Es gibt sechs Frauenrollen, sechs Männerrollen, ein sechsköpfiges Choreo-Ensem-ble, eine neunköpfige Band (Leitung: Simon Hensel und Sebastian Brantzen) sowie fünf Licht- und Tontechniker. Sechs weitere Beteiligte sind backstage tätig bei Bühnenbild, Kostümen und Choreographie.