Auf dem Regensburger Bürgerfest geht es hoch hinaus

Hoch, höher, Krangondel: Beim Regensburger Bürgerfest am kommenden Wochenende können sich die Besucher erneut auf ein luftiges Vergnügen freuen. Aus einer Höhe von 60 Metern – und bei hoffentlich schönem Wetter – können sie dann das Welterbe in aller Ruhe überblicken. Mehrere Minuten wird die Gondel pro Fahrt in der Höhe sein, so dass in aller Ruhe Fotos aus ungewöhnlicher Perspektive gemacht werden können.
Hoch, höher, Krangondel: Beim Bürgerfest am kommenden Wochenende können sich die Besucher erneut auf ein luftiges Vergnügen freuen. Aus einer Höhe von 60 Metern – und bei hoffentlich schönem Wetter – können sie dann das Welterbe in aller Ruhe überblicken.
Mehrere Minuten wird die Gondel pro Fahrt in der Höhe sein, so dass in aller Ruhe Fotos aus ungewöhnlicher Perspektive gemacht werden können. Dem Verein Interessengemeinschaft (IG) Historische Straßenbahn ist es eine Herzensangelegenheit, den beliebten Programmpunkt wieder auf den Kornmarkt zu bringen – und nun laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Im November vergangenen Jahres hatte die IG einen Aufruf gestartet, um möglichst viele Helfer für die Aktion zu bekommen. Schließlich müssen die Passagiere drei Tage lang „abgefertigt“, ferner der Straßenbahner-Stand betreut werden. Der gehört mit zum Bürgerfest-Auftritt, schließlich will der 90 Mitglieder starke Verein auf seine Arbeit aufmerksam machen. Wie der zweite Vereinsvorsitzende Günther Dürrmeier sagt, konnten rund zehn Helfer für das Bürgerfest gewonnen werden.
Möglich sind die Kranfahrten am Freitag von 14 bis 23 Uhr, am Samstag von 9 bis 23 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr. Es gehört zum guten Ton, den ehrenamtlich arbeitenden Verein für die Mitfahrt mit einer Spende zu unterstützen. „Die Einnahmen verwenden wir für die Elektronik des restaurierten Triebwagens“, sagt Dürrmeier.
Aktuell steht der Triebwagen des letzten erhaltenen Regensburger Straßenbahnzugs im sächsischen Plauen. Nach erfolgreicher Restaurierung ist er nun wieder voll fahrfähig. „Dies sowohl über eine 600-Volt-Oberspannungsleitung als auch über das batterieelektrische Antriebsystem“, sagt Dürrmeier. So sei im Fahrzeuginneren ein leistungsstarker Lkw-Akku eingebaut. Über diese Technik geben vor Ort zwei Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg Auskunft.
Da es in Regensburg noch keine Halle für den Triebwagen gibt, wird er noch länger in Plauen bleiben. „Die Stadt hat die Planung für eine Halle aufgenommen, ist damit aber noch am Anfang“, teilt Dürrmeier mit. Bis zum Jahresende soll es seinen Worten zufolge zu einem konkreten Ergebnis kommen.
Der restaurierte Beiwagen ist weiterhin auf dem Stadtwerk-Betriebshof in der Markomannenstraße untergebracht. Er war beim Bürgerfest vor zwei Jahren zu sehen. Das wird dieses Mal nicht so sein. Man habe aus Kostengründen davon abgesehen, sagt Dürrmeier. Schließlich sei der Transport in die Innenstadt eine kostenspielige, aufwendige Angelegenheit. Ein Ersatz konnte aber gefunden werden. So präsentiert die IG Historische Straßenbahn den altehrwürdigen Kraftomnibus 229, der von 1992 bis 2003 auf den Straßen Regensburgs im Linienverkehr eingesetzt wurde.
Prominenter Besuch hat sich bei den Straßenbahnern abermals angekündigt. Unter anderem schauen am Samstag gegen 13 Uhr die Guggenberger Legionäre vorbei, ferner beehren die „Bunkerladies“ vom ESV 1927 die IG mit ihrem Besuch. Auch wähnen sich die Straßenbahner in netter Bürgerfest-Nachbarschaft: Vom Löschzug Schwabelweis über den Oldtimerclub Regensburg bis zur „Schirmbar“ ist am Alten Kornmarkt viel Abwechslung geboten.