Gleichzeitige Projekte schränken Verkehr in Sinzing ein

Sinzing. Unter dem Motto „Sinzing baut für die Bürgerschaft, vorübergehende verkehrliche Einschränkungen gegeben“ informiert die Gemeinde die Bevölkerung über die verkehrlichen Auswirkungen der derzeit laufenden Projekte. Das sind der Bau des Kreisverkehrs an der Einmündung Bruckdorferstraße in die Ortschaft und in Richtung der Staatsstraße Bruckdorf/Alling sowie ergänzend die unmittelbar bevorstehenden Baumaßnahmen am Alten Kirchplatz.
Diese zwei Baustellen sind seit langer Zeit geplant und auch zeitlich aufeinander abgestimmt. Der Kreisverkehrsbau und die Erneuerung Alter Kirchplatz liegen bauausführungs- und damit firmentechnisch in einer Hand. Dies erleichtere den Ablauf und die Koordination und Abstimmung der Baustellen enorm, sagte Bürgermeister Martin Brix.
Die Maßnahme am Alten Kirchplatz beginnt spätestens Mitte Juni und soll bis Mitte September abgeschlossen sein. Die laufende Baustelle Kreisverkehr läuft bis etwa Jahresende. Eine Vollsperrung bei der Ortseinfahrt Sinzing ist für die 40. Kalenderwoche geplant. Während der Sperrphase „Kreisverkehr“ kann ein Teil des Verkehrs über die Laberstraße und den dann erneuerten Kirchplatz abgewickelt werden. Umleitungen werden rechtzeitig ausgeschildert, versichern Brix und Andreas Nutz von der bautechnischen Abteilung der Gemeinde.
Dieser Tage tritt die Verkehrsführung beim Kreisverkehr in die nächste Phase ein. Der gesamte Verkehr wird auf die neu asphaltierte zukünftige Fahrspur Richtung Bruckdorf umgelegt. In dieser Bauphase werden der Niederschlagswasserkanal, der gemeinsame Geh- und Radweg sowie die zukünftige Fahrspur Bruckdorf – Sinzing nebst Mittelinsel errichtet. Die Ampel wird auf Höhe Einfahrt des Restaurants Wald und Wiese in Richtung Bruckdorf verlegt, was längere Rotphasen mit sich bringt.
Seit Mitte Mai gibt es nun zum Ärger der Gemeinde eine zusätzliche verkehrseinschränkende Baustelle aus Riegling kommend in Richtung Zufahrt Bahnhofstraße: Im Auftrag der Deutschen Bahwird der Korrosionsschutz der Eisenbahnbrücke erneuert. Die Maßnahme war zwar bekannt, jedoch wurde die Gemeinde über den Start der Arbeiten weder von der Bahn noch von der ausführenden Firma informiert. Durch die Errichtung des Gerüsts zur Einhausung der Brücke wurde die Verwaltung quasi vor vollendete Tatsachen gestellt. Diese Maßnahme soll ebenfalls bis Ende September abgeschlossen sein.
Insgesamt führen die Baustellen dazu, dass die Zu- und Ausfahrten in den Ort Sinzing bis Oktober teils eingeschränkt sind und die Verkehrsteilnehmer Wartezeiten einplanen müssen. Die nach Abschluss aller Bauarbeiten verbesserte Verkehrssituation im Kreuzungsbereich der Bruckdorfer Straße und der Staatsstraße sowie die bessere Befahr- und Nutzbarkeit des Alten Kirchplatzes entschädigen die Bürger jedoch langfristig, ist der Bürgermeister sicher.
Wegen der Befürchtung, dass die Bahnhofstraße während der Maßnahme am Kreisverkehr vielfach als Ausweichstrecke genutzt wird, beantragten Inga Neumann und Stefan Süß von den Grünen, hier eine Tempo-30-Zone zu prüfen. Für die vielen Radfahrer – Schüler und Berufspendler –, die über die Bahnhofstraße mit notwendiger Straßenquerung zur neuen Radwegbrücke in Richtung Regensburg und zurück fahren, bedeute der vermehrte Pkw-Verkehr dort eine Gefahr, argumentieren sie.
