Weitere Ehrung für Theo Männer: Neunburgs früherer Museumschef erhielt Alois-Glück-Medaille

Von Jan Lange · 1. Juni 2025 um 19:00

Anfang 2025 gab Theo Männer die Leitung von Neunburgs Museums ab – nach mehr als 45 Jahren. Für sein unermüdliches Engagement erhielt der heute 85-Jährige schon einige Auszeichnungen. Am Sonntag kam eine weitere hinzu: die Alois-Glück-Medaille.

Die Ehrung fand am Sonntagvormittag in einem besonderen Rahmen statt: beim Politischen Frühschoppen 80 Jahre CSU Neunburg. Und Theo Männer konnte die Medaille aus prominenten Händen entgegennehmen – überreicht wurde sie ihm von Klaus Holetschek, dem Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion. Das hätte kaum besser passen können, denn Holetschek hatte im Vorjahr die Alois-Glück-Medaille ins Leben gerufen, die an Menschen verliehen wird, die sich besonders für die Gesellschaft engagieren.

Erstmals wurde die Alois-Glück-Medaille im November 2024 verliehen

Der Namensträger der Medaille, Alois Glück, tat dies zeitlebens. Der ehemalige bayerische Landtagspräsident, der im Februar 2024 gestorben war, setzte sich für Menschen mit Behinderung ein, war in der katholischen Kirche aktiv, bei der Bergwacht Bayern und unterstützte die Hospizbewegung.

Die Infrastruktur im ländlichen Raum muss gestärkt und ausgebaut werden. Dafür steht die CSU, dafür stehen starke Ortsverbände wie der in Neunburg.

Martina Englhardt-Kopf, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin

Erstmals wurde die Alois-Glück-Medaille im vergangenen November verliehen. In die Liste der Preisträger reiht sich nun auch Theo Männer ein. Für ihn ist es nicht die erste Auszeichnung – der frühere Studienrat und Lehrer wurde zum Beispiel schon mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Brückenbauerpreis des Centrums Bavaria Bohemia, der Verdienstmedaille des Landkreises, der Denkmalschutzmedaille und 2002 mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Neunburg geehrt.

Der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Holetschek (rechts), war Schirmherr und Gastreder beim Politischen Frühschoppen 80 Jahre CSU Neunburg am Sonntag im Wiesn-Festzelt. - Foto: Jan Lange

All dies gab es nicht nur für sein Engagement fürs Museum, sondern ebenso für seine zahlreichen anderen Aktivitäten – so auch für sein aktives Mitwirken in der CSU Neunburg.

Männer war eines der bekanntesten Gesichter der Christsozialen in Neunburg

Männer war lange eines der bekanntesten Gesichter seiner Partei in Neunburg: Er war 1971 Gründungsvorsitzender der JU, saß von 1972 bis 2002 im Stadtrat und war 24 Jahre 2. Bürgermeister. Der Sprung an die Rathausspitze gelang ihm aber nicht – 1993 unterlag er knapp dem Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler, Wolfgang Bayerl. Bayerls Nachfolger kam dann wieder von der CSU: Seit 2011 hat Martin Birner das Bürgermeisteramt inne.

Unser politisches Ziel: 1000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mehr in zehn Jahren - wir haben es mit unseren Firmen erreicht.

Martin Birner, Neunburgs Bürgermeister über die Erfolge bei der Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes

In Birners bisheriger Amtszeit wurden unter anderem das Gesundheitszentrum Ostoberpfalz als erstes kommunales Medizinisches Versorgungszentrum gegründet, die Schwarzachtalhalle errichtet, neue Baugebiete in der Stadt und den Ortsteilen erschlossen sowie Kitas und Schulen modernisiert. Auch der Wirtschaftsstandort wurde weiterentwickelt, erklärte der Bürgermeister beim Frühschoppen und erwähnte die 1000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze, die zusammen mit den Neunburger Unternehmen innerhalb von zehn Jahren entstanden seien.

Musikalisch umrahmt wurde der Politische Frühschoppen von Andreas Königsberger und seinen Musikanten. Sie spielten zum Auftakt einen Schützenmarsch - was auch Bürgermeister Martin Birner (links), MdL und CSU-Kreisvorsitzenden Alexander Fierl, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf und CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek (rechte Reihe von links) freute. Sie klatschten begeistert mit. - Foto: Jan Lange

Die Aufgaben gehen dem Bürgermeister und den Stadträten nicht aus – so muss das Marienheim dringend erweitert werden. Dass dies möglich ist, daran hat auch Klaus Holetschek einen Anteil. Als damaliger Gesundheitsminister habe er sich dafür eingesetzt, eine Lösung zu finden, blickte Birner zurück. Die Baumaßnahme wird der Freistaat nun mit rund vier Millionen Euro unterstützen.

Klaus Holetschek war selber lange Bürgermeister

Holetschek kennt die Mühen der Kommunalpolitik, er war von 2002 bis 2013 Bürgermeister von Bad Wörishofen im Unterallgäu. Aus seiner Sicht ist die Kommunalpolitik die „Wurzel der Politik“. Deshalb war er am Sonntag gern der Einladung der CSU Neunburg gefolgt. „Es ist immer wieder schön, zu bodenständigen Menschen zu kommen“, so der 60-Jährige.

Wenn es uns gelingt, Antworten auf die Herausforderungen dieser Zeit zu geben, können wir die Rechten zurückdrängen.

Klaus Holetschek, CSU-Landtagsfraktionschef über die politischen Aufgaben für die neue schwarz-rote Bundesregierung

Mit Blick auf die Bundespolitik meinte Holetschek, dass man die Rechten zurückdrängen könnte, wenn es gelinge, „Antworten auf die Herausforderungen dieser Zeit zu geben“. Man müsse nun liefern, denn ansonsten würde es 2029 bei der nächsten Bundestagswahl ein Ergebnis geben, das keiner wolle. Die CSU werde sich in den kommenden vier Jahren daran messen lassen, so Holetschek. Dabei schloss er mit Nachdruck eine Zusammenarbeit mit den Rechten aus.

Nach dem Frühschoppen bei der Neunburger Wiesn eilte der Fraktionsvorsitzende an den Tegernsee, wo es am Sonntag noch eine Kabinettsklausur gab.

Mehr zur CSU Neunburg

• Bürgermeister: Von der CSU Neunburg standen seit 1945 Hans Ettl (1945 bis 1956), Josef Manlik (1972 bis 1993) und seit 2011 Martin Birner an der Rathausspitze.

• Stadtrat: In der aktuellen Wahlperiode stellt die CSU elf Stadträte und mit Margit Reichl auch die 2. Bürgermeisterin.

• Vorsitzender: 2025 wurde Thomas Straller zum Vorsitzenden der CSU Neunburg gewählt. Zuvor führte Martin Birner den Verband.

• Mitglieder: aktuell 156