CSU vertraut auf Stephan Thomas

Von Mittelbayerische Zeitung · 28. Mai 2025 um 21:30

Schönthal. Zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen hat der CSU-Ortsverband Schönthal in die Klosterschänke Schönthal eingeladen. Ortsvorsitzender Stephan Thomas hieß Bürgermeister Ludwig Wallinger willkommen.

Bei der Neuwahl der Vorstandschaft gab es keine nennenswerte Veränderungen. CSU-Ortsvorsitzender bleibt Stephan Thomas. Seinem Bericht zufolge zählt der Ortsverband 18 Mitglieder. Thomas ging auf die zurückliegende Bundestagswahl mit Martina Engelhardt-Kopf und seine Listenkandidatur ein. Mit 57 Prozent bei den Erststimmen habe Engelhardt-Kopf in der Gemeinde Schönthal das beste Ergebnis für die CSU erzielen können. Anlass zur Sorge gebe das Ergebnis der AfD.

Kandidatur für Gemeinderat

Nach dem finanziellen Rechenschaftsbericht und der Entlastung des Schatzmeisters Martin Rötzer wurden die anstehenden Kommunalwahlen am 8. März 2026 angesprochen. Thomas gab bekannt, sich für den Gemeinderat aufstellen zu lassen. Eine Kandidatur für den Kreistag mache er allerdings von den Abstimmungen zur Bildung der GLLW-Liste abhängig.

Mit Blick auf die Kommunalwahl versicherte Ludwig Wallinger, nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters zur Verfügung zu stehen, auch wenn die Frage nach einem Nachfolger bislang noch immer offen ist.

Zurückblickend sei die letzten Jahre viel erreicht worden, unter anderem der Abschluss des Abwasserkonzepts mit Fertigstellung der Kläranlage in Schönthal und Anbindung von Hiltersried. Im Spätsommer oder Herbst werde die Kläranlage eingeweiht.

Herausforderungen seien die Generalsanierung des Kindergartens Hiltersried mit Neubau einer Kinderkrippe bei einer Investitionssumme von ca. 2,5 Millionen Euro. Als Übergangslösung sind Container vorgesehen. Ab 2026 ist in der Grundschule die Ganztagsbetreuung anzubieten. Dies hoffe man zusammen mit der Montessori-Schule umsetzen zu können. Die Vorgaben seien allerdings schwierig und die Förderrichtlinien fraglich. Infrage stellte Wallinger auch die Stabilitätshilfen für Städte und deren Förderungen von bis zu 80 Prozent, während gut wirtschaftende Gemeinden sich mit 50 Prozent zufriedengeben müssten. Dies sei nicht hinnehmbar.

Die Ringstraße und die Straße zum Kühberg werden dieses Jahr neu asphaltiert, die Ringstraße zusammen mit der Wasserführung. Im Bereich der Wasserversorgung werden für einen Stromausfall und damit Ausfall der installierten UV-Anlagen lokale PV-Anlagen mit Speicher vor Ort installiert. Die Wasserversorgung werde so sichergestellt. Auch im Zweckverband Wasserversorgung Hiltersrieder Gruppe arbeite man an einer Lösung zur Gewährleistung der Versorgung.

Zum 1. Januar 2026 wird die Gemeinde die Bürgersolaranlage auf dem Dach der Montessori-Schule übernehmen und Strom unter anderem der Montessori-Schule, aber nur bei gleichzeitiger Zusicherung zur Übernahme von Folgekosten, zur Verfügung stellen. Förderbescheide sind für das Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Döfering in Höhe von 103 000 Euro und die Kläranlage Schönthal von rund 320 000 Euro eingegangen.

Thema Kirchenrenovierung

Zur Renovierung der Pfarrkirche Schönthal berichtete Martin Zangl von Schriftverkehr mit dem staatlichen Bauamt Regensburg. Dieses habe im Februar mitgeteilt, dass es „zu Verzögerungen bei der Bearbeitung der Maßnahme“ seitens des Staatlichen Bauamts komme und selbst die Aufstellung der Schritte bis zur Erstellung des Projektantrags noch offen sei. Auf die Rückantwort von Zangl unter Einbindung von Engelhardt-Kopf, MdL Dr. Gerhard Hopp und Regierungspräsident Walter Jonas habe das Bauamt mitgeteilt, dass „voraussichtlich im Sommer bzw. spätestens nach den Sommerferien dieses Jahres mit Abschluss von einigen laufenden Maßnahmen im Kreis Cham zu rechnen ist“. Die dadurch freiwerdenden Personalkapazitäten sollen dafür eingesetzt werden, um den Planungsprozess der Sanierungsmaßnahme an der Kirche Schönthal zu intensivieren.

wmd