Freystadt muss Darlehen von rund 4,9 Millionen Euro aufnehmen

Von Michael Schrafl · 28. Mai 2025 um 17:00

Über 14,7 Millionen Euro will die Stadt in diesem Jahr investieren, davon allein 8,1 Millionen Euro in die Sanierung der Mehrzweckhalle. Freystadt will dafür ein Darlehen von rund 4,9 Millionen Euro aufnehmen. Das sind die wichtigsten Eckpunkte des Haushalts der Stadt.

Bürgermeister Alexander Dorr präsentierte dem Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss den Haushaltsplan 2025.

Danach beläuft sich der Gesamthaushalt auf 40,1 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt 24,4 Millionen – knapp 1,1 Millionen mehr als 2024 – und der Vermögenshaushalt 15,7 Millionen, ein Plus von 2,6 Millionen zum Vorjahr. 2,1 Millionen werden dem Vermögenshaushalt zugeführt.

Schulden wachsen auf 17,8 Millionen Euro

Der Schuldenstand erhöht sich 13,8 Millionen auf 17,8 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf 1956 Euro. Laut Dorr wird die Verschuldung aufgrund der Investitionen auch in den nächsten beiden Jahren anwachsen, aber 2028 auf 1793 Euro pro Einwohner zurückgehen.

Bei den Investitionen entfallen auf Baumaßnahmen 10,5 Millionen, Straßenbau 1,1 Millionen, Wasserversorgung 1,2 Millionen, Abwasser 980.000 und allgemeinen Vermögenserwerb 934.000 Euro. Dorr: „94,06 Prozent des Vermögenshaushalts sind allein für Investitionsmaßnahmen eingeplant.“ In den Jahren 2020 bis 2023 habe die Stadt 45,8 Millionen Euro in Baumaßnahmen investiert.

Kostenfaktor Personal

Im Verwaltungshaushalt schlagen besonders die hohen Personal-, Verwaltungs- und Betriebskosten zu Buche, ausgelöst durch Stellenmehrung und Tariferhöhungen. 4,4 Millionen Euro zahlt die Stadt 2025 allein für ihr Personal.

Eine enorme finanzielle Belastung ist laut Dorr die Kreisumlage (Hebesatz 42,8 Prozent) mit über 4,8 Millionen Euro. „Allein durch die Änderung der Hebesätze bei der Kreisumlage in den Jahren 2025 bis 2027 müssen wir zusätzlich rund 1,84 Millionen Euro an den Kreis abführen.“ Dies verringere die Zuführung zum Vermögenshaushalt massiv. Der Stellenplan 2025 sehe zwei Stellen für Auszubildende, drei für Beamte und 63 für Beschäftigte vor.

Auf Nachfrage eines Stadtrats teilte Dorr mit, die Haushalts- und Finanzplanung mit der Aufsichtsbehörde am Landratsamt besprochen zu haben. Einstimmig empfiehlt der Ausschuss dem Stadtrat die Annahme des Finanzplanes.

Einnahmen und Ausgaben von Freystadt in Euro

• Einnahmen: Grundsteuer 865.000, Schlüsselzuweisungen 3 Millionen, Einkommenssteuer 6,9 Millionen, Gewerbesteuer 3,9 Millionen, Umsatzsteuer 400.000, Hundesteuer 24.000.

• Investitionen: Rathaus (Mobiliar, Beleuchtung, EDV-Anlage) 125500, Feuerwehren 845.300, Mehrzweckhalle 8,1 Millionen, Radweg Rohr-Reckenstetten 882.000, Strukturkonzept mit Bau von Abwasser-Verbundleitungen, Ertüchtigung der Kläranlage und Mischwasserbehandlung 810.000, Wasserversorgung mit Sanierung/Neubau Marktplatz 47 236.000, Neubau FF-Haus Forchheim 425.000, Tilgung von Darlehen 830.000.

• Hebesätze: Grundsteuer A 300 %, Grundsteuer B 190 %, Gewerbesteuer 330 %.