Betrunkene Rechte schießen sich in Schwandorf selber in die Beine – aus Spaß

Zwei betrunkene Männer haben sich in Schwandorf – wohl aus Spaß – mit einem Luftgewehr und einer Federdruckwaffe selber in die Beine geschossen: ein Ortsansässiger (42) und ein Mann aus dem Landkreis Regen (39). Auf Nachfrage erklärt die Polizeiinspektion Schwandorf, dass beide zur rechten Szene gehören.
Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag, 18. Mai, in Schwandorf ereignet, wie die Polizei mitteilt. Am frühen Nachmittag wurde die Polizei zu einem Krankenhaus gerufen, da sich dort zwei Personen mit Schussverletzungen befänden. Vor Ort trafen die Beamten auf einen Schwandorfer (42) und einen 39-Jährigen aus dem Landkreis Regen. Der 42-Jährige ist laut Polizei bekanntes Mitglied der rechten Szene in Schwandorf.
Wollte Projektil selber aus Bein „operieren“
Beide Personen waren deutlich alkoholisiert und gaben an, dass sie sich in der Wohnung des Schwandorfers, aus Spaß, jeweils selbst mit einem Luftgewehr ins Bein geschossen hätten. Während bei einem der beiden das Verletzungsbild durchaus zu einem Geschoss aus einem Luftgewehr passte, sah die Verletzung des anderen zunächst nach einem deutlich größeren Kaliber aus, heißt es im Pressebericht der Polizei.
Schlussendlich bestätigte sich aber auch bei diesem, dass es sich lediglich um das Geschoss einer Federdruckwaffe handelte. Die Verletzung sah lediglich größer aus, weil er bereits zuhause versuchte hatte das Geschoss selbst „herauszuoperieren“.
Polizei Schwandorf stellt Waffen und Tabletten sicher
Aufgrund der widersprüchlichen Angaben und auch zur Gefahrenabwehr wurde, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, durch den diensthabenden Ermittlungsrichter die Durchsuchung der Wohnung des Schwandorfers angeordnet.
Dabei stellten die Beamten eine erlaubnisfreie Schreckschusspistole und eine Luftdruckwaffe sicher. Zudem fand die Polizei mehrere Tabletten, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich um Betäubungsmittel handelt.