„Heimat retten“ startete Unterschriften-Aktionen

Von Mittelbayerische Zeitung · 20. Mai 2025 um 21:30

Kelheim. Ein weiteres Mal lud die Kelheimer Initiative „Heimat retten“ im Gasthaus Perzl in Lohstadt zum Info-Abend ein. Vor vollem Saal informierten Florian und Michael Karl über die Entwicklung in Sachen PV-Potenzialflächen und dem Vorranggebiet Windkraft „nördlich von Schulterdorf“ sowie über die beiden Unterschriften-Aktionen, mit denen die Initiative ihren Protest untermauern will.

Neben rund 200 Bürgern aus Kelheim und der Nachbargemeinde Sinzing waren Regensburgs CSU-Landtagsabgeordneter Patrick Grossmann, Sinzings Bürgermeister Martin Brix und Josef Espach sowie mehrere Sinzinger Gemeinderäte zu Gast. Von Kelheims Kommunalpolitik waren laut Mitteilung der Initiative nur 2. Bürgermeister Dennis Diermeier, zwei Stadträte sowie Staubings Ortssprecherin (alle FW) gekommen. MdL Grossmann bekräftigte laut „Heimat retten“, dass er sich weiter dafür stark mache, die Vorrangflächen zwischen Kelheim und Sinzing vollständig aus dem Regionalplan zu streichen. Dogmatisch an festen Flächenzielen festzuhalten, sei nicht der „richtige Weg, um die Energiewende gemeinsam mit der Bevölkerung umzusetzen“, sagte Grossmann.

Am Montag, 26. Mai, geht es im Kelheimer Stadtrat (Beginn: 18 Uhr) um die Stellungnahme der Kreisstadt zu den Vorranggebieten Windkraft in der Regionalplanung. Beim Infoabend formulierten die Sprecher von „Heimat retten“ einen mündlichen Antrag an Kelheims Stadtrat. Sie fordern den Rückzug der positiven Stellungnahme der Stadt zur Vorrangfläche (nördlich Schultersdorf) sowie der Abgabe einer negativen Stellungnahme der Stadt im weiteren Verfahren zum Regionalplan. Darüber hinaus geht es der Initiative um die Löschung der Potenzialflächen für Freiflächen-PV in den nordöstlichen Ortsteilen aus dem Standort-Konzept der Stadt, keine Genehmigung neuer Solarparks, die in „Größe und Charakteristik“ mit den derzeit diskutierten Flächen vergleichbar sind und um einen „intensiven, strukturierten Dialog“ mit der Bevölkerung zur Frage des künftigen Zubaus von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Diermeier kündigte an, den Antrag am Montag einzubringen.

Zudem starteten die beiden Unterschriftenaktionen – die Petition an die Stadt gegen die großen PV-Potenzialflächen und die Aktion gegen die Aufnahme der Vorrangfläche für Windkraft in den Regionalplan.

Bis zum Ende der Veranstaltung hatten mehr als 260 Bürger unterschrieben, teilt die Initiative mit. Bei ihren Sprechern wie auch in den Gasthäusern Perzl, Kellner, Donaulände und Stang könnten Interessierte weiter unterschreiben, heißt es.