Schon mit 13 zog es ihn zur Feuerwehr: Markus Stubenrauch ist neuer Kreisbrandmeister

Die Führungsmannschaft im Feuerwehrinspektionsbereich Ost ist wieder komplett: Für den mit Erreichen der Altersgrenze ausgeschiedenen Konrad Hoch hat nun Markus Stubenrauch, Kommandant der FF Neukirchen-Balbini, das Amt des Kreisbrandmeisters für den Bereich Ost 3/3 übernommen.
In einer kleinen Feierstunde im Landratsamt erhielt er im Beisein von Kreisbrandrat Christian Demleitner und Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner die Ernennungsurkunde aus der Hand von Landrat Thomas Ebeling (CSU). Schon mit 13 Jahren, also im Jahr 1991, hat es Stubenrauch zur Feuerwehr hingezogen. Seither hat er sämtliche Ausbildungen einer Ortsfeuerwehr durchlaufen. Sein Schwerpunkt war immer der Atemschutz. Gleiches galt für Lehrgänge im Führungsbereich bis hin zum Gruppenführer. Um dem neuen Amt gerecht zu werden wird sich für Stubenrauch nun noch ein Lehrgang zum Führen eines Feuerwehr-Verbandes anschließen.
Das wichtigste bei den Feuerwehren ist der Nachwuchs
Markus Stubenrauch, neuer Kreisbrandmeister
Bei seiner Heimatfeuerwehr wurde er 2003 zum stellvertretenden Kommandanten gewählt. Das Amt füllte der heute 47-jährige Schreinermeister mit eigenem Betrieb bis 2015 aus. Dann wechselte er in das Amt des Kommandanten, das er bis heute bekleidet. „Meine Amtszeit endet offiziell im März 2027 und dann wollte ich die Verantwortung ohnehin in jüngere Hände abgeben“, sagte Stubenrauch. Das habe offenbar die höhere Führung zum Anlass genommen, ihn zu fragen, ob er dann nicht Kreisbrandmeister werden wolle, weil er ja sonst nichts mehr zu tun habe, meinte er scherzhaft mit einem verschmitzten Lächeln.
Über Vertrauen gefreut
Tatsächlich habe er sich über das ihm entgegengebracht Vertrauen sehr gefreut und deshalb auch zugesagt. Das Amt des Kommandanten werde er auf jeden Fall weiterhin ausüben, auch wenn sein Stellvertreter Tobias Wagner naturgemäß etwas mehr eingespannt werden müsse. „Mir ist es wichtig, 2027 für einen sauberen Übergang zu sorgen“, betonte Stubenrauch. Seine Zielsetzungen übernimmt er aus seinem jetzigen Amt. „Das wichtigste bei den Feuerwehren ist der Nachwuchs. Ohne den nutzen die beste Ausbildung, schönsten Fahrzeuge und teuren Investitionen in die Technik gar nichts“, sagte er und erinnerte daran, dass es die FF Neukirchen-Balbini gewesen sei, die vor genau 15 Jahren mit ihren Löschfröschen die erste Kinderfeuerwehr im Landkreis Schwandorf gegründet habe.
Gute Zusammenarbeit fortsetzen
Stubenrauch ist sicher, dass die bisher schon gute Zusammenarbeit mit den 13 Feuerwehren der Gemeinde Dieterskirchen, dem Markt Schwarzhofen und dem Markt Neukirchen-Balbini in seinem Amtsbereich weiterhin so gepflegt werden könne. Der neue Kreisbrandmeister ist verheiratet und hat zwei Töchter, Gattin Daniela leitet das Betreuerteam der Löschfrösche.
„Mit dem Betrieb und der Feuerwehr bleibt für weitere Hobbys kaum Zeit“, sagte der frisch gebackene KBM. Landrat Thomas Ebeling nutzte die Gelegenheit, um Konrad Hoch noch einmal für sein 18-jähriges Engagement als Kreisbrandmeister zu danken. Stubenrauch als seinem Nachfolger dankte er vor allem für die Bereitschaft, das Amt zu übernehmen. Vom Kommandanten zum Kreisbrandmeister sei schon ein großer Sprung, den er aber mit Sicherheit gut meistern werde. Kreisbrandrat Christian Demleitner wünschte Stubenrauch ebenfalls „eine glückliche Hand“. Die zunehmenden Probleme mit den Finanzen der öffentlichen Hand würden das Amt sicher nicht leichter machen, aber auch hier gelte der Grundsatz „Mit Reden kommen die Leute zusammen“. Im dem Sinn freute er sich auf einen gute Zusammenarbeit.
Ernennungsurkunde für Hirmer
Für den Landrat und die Feuerwehrführung gab es einen weiteren Anlass für die Feierstunde. Michael Hirmer, Pfarrer der Stadtkirche Burglengenfeld und Notfallseelsorger, erhielt seine Ernennungsurkunde als Fachberater für das im Landkreis neu gegründete PSNV-E-Team, das sich um die psychosoziale Notfallversorgung von Einsatzkräften kümmert.
Hirmer verwies unter anderem darauf, dass eine Reihe von Ereignissen der vergangenen Wochen die Notwendigkeit für diesen Dienst verdeutlicht hätten.