FFW Peising meistert Patenbitten mit Bravour – FFW Oberndorf begleitet 150-Jahr-Feier

Mit Geschick, Geduld und Teamgeist haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Peising die Aufgaben gemeistert, die ihnen beim Patenbitten in Oberndorf am Samstag gestellt wurden. Als Belohnung gab es die Zusage der befreundeten Kameradinnen und Kameraden, das Fest zum 150-jährigen Bestehen im Juni gebührend zu begleiten.
Bereits der Marsch zum Empfang durch die Gastgeber gestaltete sich als erste Bewährungsprobe für die Frauen und Männer aus Peising – ist es doch nicht gerade ein Katzensprung von der Bad Abbacher Fußgängerbrücke bis zum Feuerwehrgelände in Oberndorf. Begleitet wurde der Tross von der Blaskapelle Donaustauf, die auch im weiteren Verlauf des Patenbittens zünftig aufspielte.
Textsicher und sangesfreudig
Die Peisinger Wehrler bewiesen Muskelkraft in den Beinen und hatten allemal noch genügend Puste, um am Dorfeingang das „Oberndorfer Heimatlied“ anzustimmen. Textsicher und sangesfreudig wurden sie dabei vom Schirmherrn des Jubiläums, Abbachs Bürgermeister Benedikt Grünewald, unterstützt. „Daumen hoch“ hieß es daher, so dass das Patenbitten fortgesetzt werden konnte.

Nachdem Kommandant Alfred Hofstetter, Vorsitzender Thomas Schmid, Festmutter Susanne Hofstetter und Festbraut Franziska Schmid traditionell auf einem Balken kniend um die Patenschaft der FFW Oberndorf angesucht hatten, gab es dem Oberndorfer Feuerwehrareal sowohl für die aktiven Peisinger Floriansjünger als auch für deren Festdamen mehrere Prüfungen zu bestehen.
Münder mit Kraut gefüttert
Zunächst wurden drei junge Frauen mit speziellen, mit Gläsern bestückten Feuerwehrhelmen ausgerüstet: In die Gefäße mussten die Damen Wasser füllen, das sie zu einer Flasche balancierten, auf deren Boden ein kleines Feuerwehrauto lag. Über Kopf befüllten die Frauen die Flasche, bis der Miniwagen bis zum Rand nach oben gestiegen war – Prüfung Nummer eins war mit Bravour bestanden.

Wesentlich komplizierter gestaltete sich der Test für die Aktiven, die mit Sprührohren Tischtennisbälle von Mann zu Mann weiterreichen mussten, ehe sie in eine Röhre bugsiert werden konnten. Ehe das Licht neben dem Rohr final aufleuchtete und damit Vollzug signalisierte, brauchte es einige Zeit. Als die Peisinger den Dreh jedoch heraushatten, war auch die zweite Aufgabe gelöst.

Als Höhepunkt mussten schließlich Kommandant, Vorsitzende und ein weiterer Mitstreiter ran – die Wahl fiel auf Josef Ströbl: Die Münder der Herren wurden mit Oberndorfer Kraut nebst Wurst und Brot von drei besseren weiblichen Hälften gefüttert. Die dazugehörigen Getränke durften ebenfalls nicht fehlen. Während bei dieser Probe, die sich vor und hinter einem Tuch abspielte, von den Männern nur die Gesichter und Kaumuskeln gefordert waren, kamen seitens der Frauen ausschließlich die Hände zum Einsatz. Dank nahezu perfekter Harmonie und entsprechenden Anweisungen durften die Oberndorfer Gastgeber am Ende ordentlich geleerte Teller wegtragen.
Mit der Unterschrift unter die Patenschaftsurkunden besiegelten Peisinger und Oberndorfer Feuerwehrler das künftige Miteinander. Dem gebührenden Gründungsfest, das wegen Corona mit dreijähriger Verspätung begangen wird (die MZ berichtete), von 27. bis 29. Juni steht damit nichts mehr im Wege. Unter dem Motto „Brandgefährlich!“ soll es dann drei Tage lang rund gehen.