552 Boote auf der Donau

Regensburg. Und wieder einmal war die Donau in Regensburg Schauplatz sportlicher Höchstleistungen: Der Regensburger Ruderverein (RRV) und der Regensburger Ruder-Klub (RRK), veranstalteten als Regatta-Gemeinschaft, geleitet von Anita Gramann, Evi Häußler und Stefan Kapeller, bereits zum 26. Mal die traditionsreiche Regensburger Ruderregatta. Austragungsort war wie gewohnt das Donauufer vor den Bootshäusern – ein Ort, der für Atmosphäre und sportliche Geschichte steht.
Die äußeren Bedingungen waren fast perfekt: Sonnenschein, frühsommerliche Temperaturen und teils ideales, glattes Wasser sorgten für beste Voraussetzungen – zeitweise stellte jedoch kräftiger Ostwind die Steuerleute und Ruderer vor Herausforderungen.
Zahlreiche Mannschaften in 552 Booten aus ganz Bayern und dem süddeutschen Raum reisten an, um sich spannende Rennen auf der Donau zu liefern. Besonders groß waren wie erwartet die Teams der Gastgebervereine, doch auch Vereine aus Heidelberg, Mannheim, Nürtingen, Aschaffenburg, München, Starnberg und Würzburg waren stark unter den 28 teilnehmenden Vereinen vertreten.
Empfehlung für Kader
Besonderes Augenmerk lag auf dem Nachwuchs: Über 3000 Meter kämpften die unter 15-Jährigen nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Aufmerksamkeit der Jugendleitung der Bayerischen Ruderjugend. Für viele Youngster ist die Regensburger Regatta ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Kaderqualifikation für den Bundeswettbewerb. Ein herausragendes Beispiel lieferten Pauline Fahrnholz und Louisa Schimbera (RRV), die im Leichtgewichts-Doppelzweier der Altersklasse 13/14 mit ihrer Zeit sowohl die Schwergewichtskonkurrenz als auch die männlichen Teilnehmer hinter sich ließen. Schimbera siegte zudem im Einer – ein starkes Signal an die Landesjugendleitung. Auch Matthias Stockbauer (RRK) zeigte mit Rang zwei im Leichtgewichts-Einer der Jungen eine starke Leistung und war der schnellste Bayer. Über 1000 Meter reichte es zu Platz drei.
Auch in den Altersklassen U17 und U19 war die Regensburger Beteiligung eindrucksvoll. Isabella Jahn feierte Siege im Leichtgewichts-Doppelzweier sowie im Doppelvierer – in Renngemeinschaft mit Landshut und Waging. Lena Soric (RRV) überzeugte sowohl im Einer als auch im Zweier mit Partnerin vom Schleißheimer RC. Anne Langer (RRK) dominierte den Leichtgewichts-Einer der B-Juniorinnen (U17), während Paula Dingeldey (RRV) bei den leichten A-Juniorinnen jeweils als Erste das Ziel erreichte. Leopold Medlhammer und Linus Wittke (RRK) waren sowohl im U-17-Leichtgewichts-Doppelzweier als auch jeweils im Einer erfolgreich. Auch Rosalie Schoberer und Annika Rohn (RRK) sicherten sich die Siege im Juniorinnen-A-Doppelzweier.
Ingeborg Christl (RRK) gewann sowohl im leichten als auch im schweren Doppelzweier in Renngemeinschaft mit Deggendorf. Bei den Junioren A holte Christian Jahn (RRK) Siege im Einer und im Doppelzweier, während Aleksandrs Matuls (RRV) in allen Skullbootsklassen vorne lagen.
Besonderes Highlight der Regatta: dreimal ertönte am Regattaplatz die Durchsage „Es ist wieder Achterzeit!“ Lautstarke Unterstützung der Zuschauer war garantiert, da unter anderem Achter der beiden Regensburger Vereine am Start lagen. Madison Hopfenbeck am Samstag und Ingeborg Christl am Sonntag steuerten jeweils den RRK-Männerachter zum Sieg, auf Rang zwei landete der RRV. Paula Dingeldey (RRV) übernahm das Steuer im Mixed-Achter und hier ging der Sieg an die rote Mannschaft aus Regensburg.
Erfolge vereinsübergreifend
Auch in den offenen und Masters-Klassen waren die Farben Rot (RRV) und Blau (RRK) regelmäßig auf dem Wasser zu sehen – teils in vereinsübergreifenden Renngemeinschaften. Dabei konnten zahlreiche Siege eingefahren werden. Als Fazit bleibt: Fazit: Regensburg bleibt eine Ruderhochburg und auch die 26. Regensburger Ruderregatta war einmal mehr sportlich wie organisatorisch ein Erfolg.