Anmeldungen für nächstes Schuljahr: Chamer Fraunhofer-Gymnasium bleibt Spitzenreiter

Neue Schule, neue Lehrer und auch ein anderer Leistungsdruck – der Übertritt in die 5. Klasse ist für jeden Schüler eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Schulabschluss. Am 16. September starten die bayerischen Schulen in das nächste Schuljahr und schon jetzt ist zumindest bei den drei Gymnasien im Landkreis bekannt, für welches sich die Schüler besonders häufig entschieden haben.
Am Chamer Robert-Schuman-Gymnasium spricht Schulleiter Rudolf Zell von einem „deutlichen Zuwachs“ bei den Anmeldungen für die 5. Klasse. „Wir freuen uns über 93 Anmeldungen, also 22 mehr als noch im Vorjahr“, so der Schulleiter.
Umbau ist bald Geschichte
Aus diesem Grund werde es heuer auch wieder vier statt nur drei neue fünfte Klassen geben. Laut dem Schulleiter ist das ein gutes Zeichen für die Zukunft des Gymnasiums. „Im vergangen Jahr wurde manch ein Schüler vielleicht von unseren Sanierungsarbeiten noch abgeschreckt“, erklärt Zell die niedrige Zahl des Vorjahres.
Der Umbau ist laut Schulleiter ab Herbst 2026 vermutlich abgeschlossen und wird dann viele Vorteile mit sich bringen: „Die Schüler erwartet dann eine moderne Schule, die auf dem neuesten Stand ist.“
Wir haben in den vergangenen Jahren vier neue Anmelderekorde aufgestellt. Natürlich kann das nicht ewig so laufen.
Uwe Mißlinger, Schulleiter am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium
Im Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium gibt es weniger Neuanmeldungen und auch weniger 5. Klassen als im Vorjahr. Grund zur Sorge ist das laut Schulleiter Uwe Mißlinger aber keinesfalls: „Wir haben in den vergangenen Jahren vier neue Anmelderekorde aufgestellt. Natürlich kann das nicht ewig so laufen.“ Die neuen Zahlen seien deshalb „alles andere als ein Einbruch“. Heuer begrüßt Fraunhofer-Gymnasium 127 neue Schüler und plane mit fünf 5. Klassen.
Der „enorme Zuwachs“ in den Vorjahren sei auch bei der Organisation des Schulalltags eine Herausforderung gewesen. „So langsam wird der Platz schon knapp, trotzdem freuen wir uns natürlich über so viele Anmeldungen“, sagt Mißlinger.
Besonders stolz ist der Schulleiter nach eigenen Worten über das vielfältige Angebot des Gymnasiums. „Auch Projekte wie unsere Fußballklasse laufen super“, meint er.
Die Situation an den Grundschulen ist nicht einfach und das wirkt sich natürlich auch auf unsere Übertrittszahlen aus.
Birgit Maier, Schulleiterin am Benedikt-Stattler-Gymnasium
Von Problemen mit den Übertrittsklassen berichtet Birgit Maier, Schulleiterin des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting. „Die Situation an den Grundschulen ist nicht einfach und das wirkt sich natürlich auch auf unsere Übertrittszahlen aus“, so Maier. Und auch wenn das Einzugsgebiet nicht das größte sei, freue sie sich über 72 Neuanmeldungen für das nächste Schuljahr. „Ich bin sehr zufrieden mit den Zahlen und bin schon gespannt auf die vielen neuen Gesichter“, sagt Maier.
Eine Umfrage der Schule habe ergeben, dass sich die Schüler vor allem aufgrund der entspannten und familiären Stimmung für das Bad Kötztinger Gymnasium entschieden hätten. „Das gute Miteinander steht bei uns im Vordergrund“, erklärt die Schulleiterin.
Die Vorfreude steigt
Auf den ersten Schultag der Fünftklässler freut sich die Schulleiterin: „Die Vorfreude ist schon jetzt sehr groß.“
Bei der Johann-Brunner-Mittelschule in Cham gibt es laut Rektorin Irene Träxler „einen ganzen Haufen von Anmeldungen“. Bisher seien es 80, aber die Anmeldephase dauere noch an. Laut Träxler steht aber bereits jetzt fest: „Es werden heuer wieder vier 5. Klasse werden.“ Auch eine Ganztagesklasse wird dabei sein. „Oftmals ist eine längere Betreuung erwünscht, vor allem von Elternseite aus“, erzählt Träxler.
Auch dieses Jahr wird es laut Rektorin viele Angebote für die neuen Schüler geben. Unter anderem seien wieder iPad-Klassen und ein Tutorensystem geplant. „Ganz nach dem Motto: Schüler helfen Schüler“, erklärt Träxler.
Wir hoffen natürlich, dass sich viele der Schüler für unsere Einrichtung entscheiden.
Christian Haringer, Schulleiter Marienrealschule
Die Marienrealschule freut sich laut Schulleiter Christian Haringer auf 129 interessierte Schüler. „Wie viele davon auch wirklich zu uns kommen, steht noch nicht final fest“, sagt er. Mit dem Interesse ist der Schulleiter aber laut eigenen Aussage „sehr zufrieden“. „Bei unseren Schulhausführungen waren die Viertklässler vor allem von unseren Schulhühnern begeistert“, erzählt Haringer.
Auch für spezielle Profilfächer wie Forschung und Musik hätten sich die Jugendlichen interessiert. „Wir hoffen natürlich, dass sich viele der Schüler für unsere Einrichtung entscheiden.“