Schwarzer Racker ist wieder daheim – So kam der ausgebüxte Hund ins Parsberger Rathaus

Von Markus Rath · 12. Mai 2025 um 16:35

Eine etwas skurrile Abenteuerreise hat ein kleiner schwarzer Hund in Parsberg im Landkreis Neumarkt erlebt. Nachdem er seinen Besitzern am Montagmorgen entwischte, fand er sich zwischenzeitlich im städtischen Rathaus wieder. Dann kehrte er auf verschlungenen Pfaden wieder heim.

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Es ist Montagmorgen, kurz nach 8 Uhr. Simone Nutz vom Bürgerbüro in Parsberg hört ein unerwartetes Geräusch im Foyer des Rathauses. „Da hat ein Hund gebellt“, erzählt sie der Mediengruppe Bayern. Als sie nachschaut, findet sie eine weiß-graue Tiertransportbox. Drin sitzt ein kleiner schwarzer Hund und schaut traurig aus der Wäsche. „Wir haben gleich im ganzen Gebäude nachgefragt, ob jemand weiß, wohin das Tier gehört“, berichtet Nutz. Denn im Rathaus in Parsberg befinden sich nicht nur die Stadtverwaltung und weitere kommunale Einrichtungen, sondern auch Arztpraxen.

„Unsere Vermutung war, dass jemand in der Kinderarztpraxis ist und den Hund deswegen im Rathaus-Foyer geparkt hat“, sagt die Mitarbeiterin der Stadt Parsberg weiter. Aber diese Vermutung bewahrheitet sich nicht, der Hundebesitzer bleibt verschwunden. Scheinbar habe der Eigentümer nur schnell vor dem Rathaus gehalten, das Tier einfach im Foyer ausgesetzt und sei dann wieder verschwunden, beklagt Nutz das traurige Hundeschicksal.

Gastfamilie will den Hund zwischenzeitlich aufnehmen

Doch wie geht es jetzt weiter? „Wenn sich niemand meldet, müssten wir den Hund ins Tierheim bringen“, sagt Nutz. Allerdings habe sich eine Arzthelferin aus der Kinderarztpraxis bereit erklärt, das Tier aufzunehmen, bis geklärt ist, wohin es gehört. Nutz bittet die Leser auf mittelbayerische.de Informationen zu dem Tier dem Bürgerbüro der Stadt Parsberg zu melden.

Und genau das geschieht am Montagnachmittag. Nachdem der Hund schon zu seiner Gastfamilie gezogen ist, tauchen plötzlich die Eigentümer bei Nutz im Bürgerbüro im Rathaus auf. Sie berichten ihr, dass der kleine Racker am frühen Morgen ausgebüxt ist. Inzwischen habe ihnen ein Nachbar mitgeteilt, dass er den Hund eingefangen und im Rathaus abgegeben hat.

Chip unter der Haut bestätigt, wem der Hund gehört

Allerdings sei damit wohl gemeint gewesen, dass er das Tier kommentarlos im Foyer zurückließ, ohne sich um das weitere Schicksal zu kümmern. „Warum der Nachbar sich nicht bei uns gemeldet hat und warum er den Hund nicht gleich zu seinen Eigentümern zurückgebracht hat, ist für mich ein Rätsel, auf das ich keine Antwort habe“, sagt Nutz, als sie der Mediengruppe Bayern die auch aus ihrer Sicht etwas sonderbare Geschichte schildert. Auch der Eigentümer des Hundes könne sich darauf keinen Reim machen

Tatsache sei, dass man den Chip des Hundes ausgelesen habe. Die Daten stimmen mit denen überein, welche die Eigentümer vorgelegt haben. Damit sei bewiesen, wo der Hund hingehört. Er werde nun bei seiner Gastfamilie abgeholt. „Die Eigentümer sind überglücklich, dass sie den Hund wiederhaben“, berichtet Nutz, die froh ist, dass der kleine Racker nun doch nicht im Tierheim landen wird.