Achtung, Eichhörnchen: Deswegen nicht nach oben schauen

Auf der Schottenstraße gibt es einen Übergang. Ein paar Tiere überqueren sie aber immer noch wie früher, wie MZ-Redakteur Jürgen Scharf in unserer Kolumne „Rengschburg mit allem“ berichtet.
Ich stehe dazu und verschweige es nicht. Ja, die drei neuen Eichhörnchenbrücken in Regensburg haben es mir angetan. Seit Tagen versuche ich so oft wie es nur geht an ihnen vorbeizuradeln, um es endlich einmal zu sehen: ein Eichhörnchen, wie es slackline-mäßig auf dem Hochseil sicher über die Straße balanciert.
Nun haben es Tiere aber nun mal so an sich, dass sie immer genau dann, wenn man sie anschauen will, halt gerade nicht da sind. Und deswegen bin ich bislang trotz ausgiebiger Eichhörnchenbrücken-Gaffer-Versuche leer ausgegangen.
Allerdings: Ein Eichhörnchen habe ich zuletzt sehr wohl gesehen. Kurz davor hatte ich noch die neue „Brücke“ über die Schottenstraße gecheckt. Als ich weiter spazierte, huschte ein paar Meter weiter plötzlich ein kleiner, dunkelbrauner Flitzer über die Straße. Mitten durch den Verkehr. Zwar schaffte es das Tier unbeschadet bis zum anderen Bordstein, um dann im Gebüsch zu verschwinden – doch immer geht es sicher nicht so gut aus.
Deswegen mein mit Nachdruck vorgetragener Hinweis an alle Autofahrer, die auf der Schottenstraße unterwegs sind: Blicken Sie nicht nach oben zur Eichhörnchenbrücke, um zu sehen, ob da gerade was los ist – ihr Blick wird zumindest derzeit noch wegen rüberflitzender Tiere unten auf der Straße gebraucht.
