Allerweltsvogel ist Sorgenkind: Kiebitze müssen von Chams landwirtschaftlichen Flächen gerettet werden
Von Mittelbayerische Zeitung · 12. Mai 2025 um 05:00
Zur Zeit ist Hochbetrieb auf den landwirtschaftlichen Flächen und wir (Peter Zach, Jutta Vogl und Alfons Fischer) sind ständig im Einsatz um junge Kiebitze zu retten.
Kiebitze sind heute eine Seltenheit, vom Aussterben bedroht und ein großes Sorgenkind. In der Regentalaue in Cham ist der Bestand in 25 Jahren um über 70 Prozent gesunken. Prädation, Straßenverkehr, hoher Freizeitdruck und Landwirtschaft spielen hier eine Rolle.
Gefährliche Straßenüberquerung: Die Straße zwischen Untertraubenbach und Pitzling wird regelmäßig zur tödlichen Gefahr für Kiebitzküken. Jedes Jahr werden durch zu schnell fahrende Autofahrer viele Kiebitzküken überfahren. - Foto: Peter ZachKiebitz, Feindabwehr: Fasane gehören nicht zu den natürlichen Feinden des Kiebitzes. Trotzdem werden sie, wenn sie sich in der Nähe der Kiebitzküken aufhalten, heftig angegriffen. - Foto: Peter ZachKiebitzmännchen: Kiebitze gehören zu den größten Sorgenkindern im Naturschutz. Selbst im NSG der Regentalaue ist der Brutbestand in den letzten 25 Jahren von über 200 Brutpaaren auf 60 BP zurückgegangen. - Foto: Peter ZachKiebitzküken: Auf intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen haben die kleinen Kiebitzküken ohne die ehrenamtlichen "Kiebitzretter" kaum Chancen zum Überleben. - Foto: Peter ZachKiebitzjunge: Die kleinen Kiebitzküken haben bereits beim Schlüpfen sehr kräftige Beine und können nach wenigen Stunden schon gut laufen. - Foto: Peter Zach