1050 Jahre: Regensburger Domspatzen feiern Jubiläum mit einem Festakt

Von Mittelbayerische Zeitung · 9. Mai 2025 um 15:00

Bischof Rudolf Voderholzer und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer würdigen am Donnerstagabend im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses die Bedeutung des Chors. Ein Austausch von zwei aus verschiedenen Generationen stammenden Chorsängern am Gymnasium der Domspatzen rundete das Programm ab.

„Ihr könnt durch euer Singen die Menschen und die Welt verändern“, sagte Domkapellmeister Christian Heiß über den wunderbaren Chorgesang der Domspatzen beim Festakt anlässlich des Jubiläums 1050 Jahre Regensburger Domspatzen. Im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses gaben etwa 55 Domspatzen unter der Leitung von Heiß eine Kostprobe ihres musikalischen Talents zum Besten. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bischof Rudolf Voderholzer und Domkapellmeister Heiß begrüßten am Donnerstagabend vielen Gäste. Nach dem Abendprogramm gab es in den Fürstlichen Nebenzimmern einen Stehempfang.

Die Domspatzen fungieren als kulturelle Botschafter, so die Oberbürgermeisterin. Sie seien ein Aushängeschild der Stadt und Sympathieträger, sagte der Bischof. Die Redner gaben auch einen kurzen Rückblick auf die lange Geschichte der Domspatzen. Neben vielen schönen gab es auch dunkle Kapitel, wie die Zeit des NS-Regimes oder die Gewalttaten an Schutzbefohlenen. Das Jubiläum fiel zufällig auf den 8. Mai, den Tag des Weltkriegsendes.

Die Domspatzen treten in ganz Deutschland und im Ausland auf. In Regensburg sind sie bei zahlreichen Events und als Domchor ständig im Einsatz. Zu hören waren an diesem Abend Werke verschiedener Komponisten, unter anderem „All meine Herzgedanken“ (Johannes Brahms), „Die Nachtigall Op. 59/4“ (Felix Mendelssohn Bartholdy) oder „Musica, die ganz lieblich Kunst“ (Johannes Jeep).

Ein Austausch von zwei aus verschiedenen Generationen stammenden Chorsängern am Gymnasium der Domspatzen rundete das Programm ab: Das von Karl Birkenseer moderierte Gespräch mit Theo Havla (Domspatz, 10. Klasse) und Dominik Lindinger (Domspatz von 2000 bis 2009) drehte sich vor allem um die Bedeutung der Domspatzen, wo im Laufe der Jahre auch viele Freundschaften geknüpft wurden. Reisen in andere Länder schulen zudem den Blick auf die Welt.