375000 Klicks in einem Jahr auf die Homepage der Stadt Waldmünchen

Seit einem Jahr gibt es die neue städtische Homepage. Für den Stadtrat Anlass, die Wirkung und Nutzung dieses Mediums zu überprüfen. Diesen Part hat Frank Schürmann mit Hilfe der Agentur Hirsch & Wölfl übernommen.
Er berichtete dem Stadtrat über die Zugriffszahlen zwischen dem 6. März 2024 und dem 16 . April 2025, also in etwa über die Zeit eines Jahres.
In dieser Zeit wurde 374 379 Mal auf die Seiten der Stadt zugegriffen. Das bedeutet, dass die Seite der Stadt täglich 919 Mal angeklickt wird. Eine genauere Analyse, woher die Zugriffe kommen und ähnliches, sei aber nicht möglich gewesen, sagte Schürmann. Hätte man dazu Tools wie Google Analytics genutzt, würde man gegen die Datenschutzgrundverordnung verstoßen, erklärte er. Deswegen empfahl er den Stadträten künftig den Einsatz eines kostenpflichtigen Analysetools, das der DSVGO entspricht.
Sehr viele Unterseiten
Hintergrund dieser Empfehlung ist der Wunsch nach einer Vereinfachung. Die Homepage der Stadt ist nach der Darstellung Schürmann nämlich stark gegliedert. Es gebe einen Seitenbaum mit „vier Hauptkategorien, 28 Unterkategorien und insgesamt 116 Unterseiten“. Und all diese müssten gepflegt werden. Mit Hilfe des Tools will Schürmann feststellen, welche der 116 Unterseiten aus dem Angebot genommen werden kann, weil sie so gut wie gar nicht besucht wird.
Die Seiten ohne Pflege online zu lassen gehe gar nicht, sagte Schürmann. Denn sollte ein Nutzer einmal zufällig auf eine veraltete Seite der Stadt-Homepage stoßen, dann bedeute dies schlimmstenfalls Ärger.
Wichtig war Schürmann aber auch auf die News-Kacheln der Startseite hinzuweisen. Um die effektiv zu nutzen, müssten sie täglich überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Weil so viele Unterseiten zu pflegen sind, und weil es insbesondere im Tourismusbereich immer wieder Aktualisierungsbedarf gibt, empfahl Schürmann den Stadträten auch die Schulung von zwei weiteren Personen für die Homepage.
Eine weitere Empfehlung betraf die Stellenangebote der Stadt. Die sollten nicht auf irgendeiner Unterseite versteckt, sondern ganz prominent platziert werden. Schürmann empfahl eine eigene Rubrik auf der Startseite.
Sieht man sich die Zahlen eines Monats an, dann ist die am meisten geklickte Seite der gesamten Homepage die Unterseite Rathaus und Bürgerservice. Allerdings ist das auch technisch bedingt. Diese Seite wurde innerhalb eines Monats 14 080 Mal aufgesucht. Auf Platz 2 landet die Seite Tourismus-Freizeit und Kultur mit 6567 Klicks. Die Unterkategorie „Unsere Stadt“ – hier verbergen sich Geschichtsdaten, Stadtplan und Projekte – wurde 4972 Mal in einem Monat besucht. Die Kategorie „Leben und Wohnen“ mit Bebauungsplänen und Hinweisen zu Schulen und anderen Einrichtungen wurde 4578 Mal aufgesucht.
Die Webcams sind beliebt
Betrachtet man die Top-Sites innerhalb der Hauptkategorien über ein Jahr, dann ist die am meisten aufgesuchte Unterseite die Such-Funktion, gefolgt von den Webcams, den Bebauungsplänen und den Vereinen. Bei den Newsartikeln wurde „Chateubriands letzte Reise“ am häufigsten angeklickt und der am häufigsten aufgesuchte Verein war der Sportanglerbund Waldmünchen.
In einem weiteren Vortrag wurden die Stadträte von der Behindertenbeauftragten Melanie Kurzendorfer über ihre Tätigkeit informiert. Sie erläuterte, dass sie im Berichtsjahr bei keinem Bauvorhaben über die Barrierefreiheit mit entscheiden musste. Einmal im Quartal treffe sich der Runde Tisch, um über Probleme beim Zugang zu öffentlichen Gebäuden und zu Dienstleistungen zu beraten. So habe man die Kinderspielplätze besucht. Die Wünsche beim Kinderspielplatz am Perlsee seien umgesetzt worden, die im Krankenhauspark ihres Wissens noch nicht. Bürgermeister Markus Ackermann sagte, hier sei der Bauhof informiert. Bei einem Stadtrundgang, so Kurzendorfer, seien die Engstellen an der Apotheke und durch die Restaurantbestuhlung am Stadtplatz aufgefallen. Die Probleme am Friedhof seien durch Pflasterungen angegangen worden. Erst am Sonntag habe man den Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung mit einem besonderen Film mit Untertiteln im MGH begangen.
