Einblick in das klösterliche Leben

Schwarzenfeld. Am Donnerstag öffnete das Passionistenkloster in Schwarzenfeld seine Tore für die Öffentlichkeit. Rund 600 Besucher strömten auf den Miesberg, um einen Einblick in das klösterliche Leben zu erhalten.
Der Tag des offenen Klosters bot ein abwechslungsreiches Programm. Die Besucher hatten die Möglichkeit, an Führungen durch die Kirche, das Kloster und den Garten teilzunehmen. Pater Antonius Maria führte die Besucher durch den Klostergarten und zeigte Bienenhäuser und Hühner. Pater Dominikus Hartmann brachte den Besuchern das Leben im Kloster nahe, während Pater Alban Siegling im Gebetschor, dem zentralen Ort der Kontemplation, das klösterliches Leben und Wirken erläuterte.
Zudem gab es einen Bücherverkauf sowie eine Tombola, bei der die Besucher ihr Glück versuchen konnten. Während Kaffee und Kuchen serviert wurden, lud der Bergchor St. Barbara zu einem Probesingen ein, was für eine festliche Atmosphäre sorgte. Den krönenden Abschluss des Programms bildete die Maiandacht in der Klosterkirche.
„Wir feiern in diesem Jahr den 250. Todestag unseres Ordensvaters Paul vom Kreuz“, erklärte Pater Lukas Temme, Provinzial und Rektor des Klosters. „Bei solchen Jubiläen öffnen wir unsere Türen, um den Menschen einen Einblick in unser Leben zu geben, weil es für viele heute eine ganz andere Welt ist.“ Er berichtete, dass derzeit 14 Brüder zwischen 22 und 87 Jahren im Kloster leben und es keine Nachwuchsprobleme gibt: „Es ist schön, dass wir Nachwuchs haben. Das ist ein Zeichen, dass die Kirche auch in Deutschland lebt.“
Schwarzenfelds Bürgermeister Peter Neumeier (ÜPW), der selbst Ministrant in der Miesbergkirche war, betonte: „Wir sind stolz darauf, Klosterstandort zu sein. Dieser Tag ist für viele eine wertvolle Gelegenheit, um Einblick ins Klosterleben zu erhalten und die Passionisten kennenzulernen.“
Die Gäste zeigten sich angetan von den Führungen und den persönlichen Gesprächen mit den Patres. Eine Besucherin, die aus Nürnberg angereist war, kam regelrecht ins Schwärmen: „Es war unglaublich spannend, den Tagesablauf und die Rituale kennenzulernen. Am besten hat uns die Klosterführung gefallen.“