Wallfahrtsjahr auf dem Habsberg eröffnet

Habsberg. Mit einem feierlichen Pontifikalamt ist am 1. Mai das Wallfahrtsjahr auf dem Habsberg eröffnet worden. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Erzbischof Herwig Gössl aus Bamberg gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen den Auftakt zum Marienmonat Mai beging.
Gössl brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Marienmonat Mai in Bayern mit dem Hochfest der Patrona Bavariae – der Mutter Gottes als Schutzfrau des Bayernlandes – begonnen wird. Am Gnadenort Habsberg werde sie in besonderer Weise als „Maria, Heil der Kranken“ verehrt und im Fürbittgebet angerufen.
Dekan und Wallfahrtsrektor Elmar Spöttle verwies in den Begrüßungsworten an die Gläubigen darauf, dass der Habsberg mit seiner Wallfahrtskirche und der Gnadenkapelle einer der offiziellen Hoffnungsorte in der Diözese Eichstätt im Heiligen Jahr 2025 ist, welches der verstorbene Papst Franziskus ausgerufen und unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ gestellt habe.
Hoffnung werde nur haben, wer vertraut, sagte Erzbischof Gössl in seiner Ansprache und verwies auf das Tagesevangelium von der Hochzeit in Kana, wo Maria in Bezug auf die Wandlung von Wasser in Wein zu den Dienern sagte: „Was er euch sagt, das tut.“
Aktuell lebten viele Menschen in einer Zeit der Hoffnungslosigkeit, weil sie kein Vertrauen haben und damit auch keine Perspektive sehen – die Gottesmutter sei der Gegenpol dazu, eine Hoffnungsgeberin, weil sie geglaubt und diesen Glauben auch mit Überzeugung weitergegeben habe.
Eine Zeit ohne Glauben ist immer auch eine Zeit ohne Hoffnung, eine Zeit der inneren Leere – und damit „gottverlassen“. Hoffnung dagegen bedeutet Zuversicht, Freude, Begeisterung – gerade im Glauben und im Gebet. Hoffnungsgebend kann deshalb immer auch die Glaubensgemeinschaft sein, so wie sie sich bei der Eröffnung des Wallfahrtsjahres nun wieder auf dem Habsberg mit den vielen bekennenden Gläubigen zeigte.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Musikanten der Stadtkapelle, die auch ein kleines Standkonzert gaben. Zudem wurde den Motorradfahrern am Beginn der neuen Fahrsaison der kirchliche Segen gespendet.
Am Nachmittag fanden dann zwei Maiandachten statt, die der Chor der Wallfahrt Habsberg sowie die „Hirschmann-Moidln und das Ehepaar Grimmeisen aus Velburg“ gestalteten.