Nachwuchs bei Familie Adebar in Herrnwahlthann: Die ersten Küken spitzen aus dem Nest

Während die kleinen Störche in Herrnwahlthann schon ihre Hälse recken, wird in Langquaid noch fleißig gebrütet. Doch auch hier hat Storchenexperte Hermann Wittmann schon Grund zur Freude.
„Wir haben heuer zwei Storchenpaare“, erzählt Hermann Wittmann stolz. Nachdem sich vergangenes Jahr das angestammte Storchenpaar ein neues Nest auf dem Kamin des „Obermünsterer“ gebaut hatte, war der Horst auf dem Haus der Begegnung verwaist. Der frühere Horst blieb leer. Nur ab und zu kam einer der beiden Störche angeflogen, holte Nistmaterial aus dem Horst und flog weiter.
Schon im März hatte der Langquaider Storchenexperte von einem dritten Storch berichtet, der immer wieder in Langquaid gesichtet wurde. Mittlerweile hat es sich das Tier mit seiner Partnerin im Nest neben dem Rathaus bequem gemacht. Das Verhalten des Paares lässt darauf schließen, dass es noch recht jung sei, sagt Wittmann. Einer der Störche ist beringt, wahrscheinlich komme er aus Tschechien.
Drei Eier im Nest
Den Horst auf dem Haus der Begegnung hat Wittmann über die Storchenkamera gut im Blick. Drei Eier liegen schon im Nest. Langquaids Storchenexperte rechnet damit, dass in den nächsten Tagen weitere folgen werden. Wie viele Eier im Horst auf dem „Obermünsterer“ liegen, kann er nicht sagen. Der Horst ist nicht einsehbar. „Aber auch hier wird fleißig gebrütet“, denn seit ein bis zwei Wochen sei immer mindestens einer der Störche im Nest.
Auch in Adlhausen und Kitzenhofen brüten die Tiere. In Adlhausen haben die Tiere ihren neuen Nistplatz beim Schloss-Stadl gut angenommen und in Kitzenhofen brütet ein neues Paar. Die Storchen-Dame, die in den vergangenen Jahren immer gut an ihrem schiefen Bein zu erkennen war, ist nicht mehr dabei.
Seit Ende Februar in der Gemeinde
In Herrnwahlthann hat sich bereits Nachwuchs eingestellt. Storchenbeobachter Alfons Roithmayer ist ein Foto gelungen, auf dem zwei kleine Köpfchen aus dem Nest spitzen. Seit 21. und 22. Februar sind die beiden Störche zurück in der Gemeinde Hausen. Wenige Tage später haben sie nach Roithmayers Beobachtungen bereits mit dem Brüten begonnen.

Er rechnet damit, dass in den nächsten Tagen noch weitere Küken schlüpfen werden. „Es wird wohl noch mindestens eine Woche dauern, bis genau zu sehen ist, wie viele kleine Störche heuer im Nest auf dem hohen Kamin sind.“ In den vergangenen Jahren zählte er dort jeweils vier Küken – einmal sogar fünf.
Es wird wohl noch mindestens eine Woche dauern, bis genau zu sehen ist, wie viele kleine Störche heuer im Nest auf dem hohen Kamin sind.“
Alfons Roithmayer, Storchenbeobachter in Herrnwahlthann
Vergangenes Jahr machte den jungen Störchen die Witterung arg zu schaffen. Mehrere Tage Dauerregen führten zu Unterkühlung und Nahrungsmangel: Manche verhungerten, da die Altstörche mit durchnässtem Gefieder kaum zur Futtersuche aufbrachen. Aktuell sieht es deutlich besser aus. „Aufgrund der Trockenheit sind die Tiere derzeit vor allem an der Laber auf Nahrungssuche“, sagt Hermann Wittmann. „Wird aber eine Wiese gemäht, sind sie sofort zur Stelle.“
Vergangenes Jahr endete das Brutjahr in Langquaid tragisch. Von fünf jungen Störchen überlebte einer. Wittmann hofft, dass das Brutjahr heuer besser verläuft und bald auch in Langquaid die ersten Küken aus den Nestern spitzen.