Rentenerhöhung zum 1. Juli beschlossen: Wer wie viel mehr Geld bekommt

Die Rente steigt – das hat die scheidende Ampel-Regierung am Mittwoch in ihrer letzten Sitzung noch beschlossen: Ab Juli erhalten die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner hierzulande höhere Bezüge. Wer nun wie viel mehr Geld bekommt.
Die Anpassung der Rente erfolgt jedes Jahr auf Grundlage einer feststehenden Rentenanpassungsformel. Ausschlaggebend ist dabei die Entwicklung der Bruttolöhne in Deutschland. Das Plus bei der Lohnentwicklung lag nach Angaben des Arbeitsministerium bei 3,69 Prozent. Die Rentenerhöhung liege mit 3,74 Prozent leicht über diesem Wert, weil bei der Berechnung noch weitere Faktoren berücksichtigt würden.
Mit der Erhöhung ergibt sich nach Angaben des Arbeitsministeriums vom März eine Anhebung des sogenannten Rentenwerts von aktuell 39,32 Euro auf 40,79 Euro. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet die Rentenanpassung demnach einen Anstieg um 66,15 Euro im Monat.
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Rechenbeispiele: So viel mehr macht die Rentenerhöhung aus
• 1000 Euro: 37,40 Euro mehr
• 1250 Euro: 46,75 Euro mehr
• 1500 Euro: 56,10 Euro mehr
• 1750 Euro: 65,45 Euro mehr
• 2000 Euro: 74,80 Euro mehr
• 2250 Euro: 84,15 Euro mehr
• 2500 Euro: 93,50 Euro mehr
• 2750 Euro: 102,85 Euro mehr
Die Rentenerhöhung wird von Heils Ministerium per Verordnung festgesetzt. Allerdings muss noch der Bundesrat zustimmen. Danach kann die Erhöhung zum 1. Juli in Kraft treten.
Ressortchef Hubertus Heil (SPD) hatte die Erhöhung bereits im März angekündigt. Nach dem Kabinettsbeschluss sprach Heil am Mittwoch von einer „guten Nachricht für die Rentnerinnen und Rentner“.
Stabile Renten seien „kein Almosen, sondern hart verdient und Ausdruck der Leistungsgerechtigkeit“, erklärte der Minister. „Dank der guten Lohnentwicklung stärkt die Rentenanpassung die Kaufkraft der Rentnerinnen und Rentner.“
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Der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schrieb im Onlinedienst X: „Stabile Renten geben Sicherheit in unsicheren Zeiten.“ Deshalb sei es gut, dass das Kabinett die Rentenerhöhung beschlossen habe. „Millionen Rentnerinnen und Rentner haben dann mehr im Portmonee. Das ist eine Frage des Anstands und Respekts.“
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßte die Rentenerhöhung. Die Verbandsvorsitzende Michaela Engelmeier sprach in den Zeitung der Mediengruppe Bayern von „einem wichtigen Zeichen für Millionen Rentnerinnen und Rentner“. In Zeiten weiter steigender Preise für Mieten, Energie und Konsumgüter bedeute dies eine spürbare Entlastung. „Aber: Sicherlich wird für viele gerade mit kleinen Renten diese Anpassung schlichtweg nicht reichen“, gab Engelmeier zu Bedenken.