Erste Kirwa des Jahres im Unteren Vilstal: Rieden lässt die Spotznkirwa hochleben

Von Michael Rabenhofer · 30. April 2025 um 19:00

Es war wieder einmal ein gelungener Kirchweihauftakt im Unteren Vilstal: die Spotznkirwa in Rieden, die zum des Patrozinium des Heiligen Georg am Wochenende nach dem Georgstag gefeiert wurde. Sie ist die erste Kirchweih des Jahres im Unteren Vilstal.

St. Georg war quasi überall zu finden: Das Gotteshaus ist nach ihm benannt, und auch der Festplatz mit dem Gasthaus Zum Hirschen liegt am St.-Georgs-Platz. Aufgespielt hatten dazu noch die Musikanten der Blaskapelle St. Georg Rieden.

Senior-Wirt kennt viele Gäste

Georg Schmidt Senior, der „Senior-Hirschenwirt“, hatte große Freude und begrüßte viele bekannte Gesichter auf der Kirwa persönlich. Die vielen Namensgebungen, die auf den Heiligen Georg zurückblicken, sind unübersehbar.

Das Wetter hatte mitgespielt und so konnten wieder viele Besucher aus Rieden und der Umgebung an drei Tagen von Samstagabend bis Montagabend im und vor dem Festzelt der Familie Schmidt die Spotznkirwa hochleben lassen. Gerade für viele Riedener war es wieder ein Treffen mit alten Freunden und Bekannten – und für die meisten gab es die ersten frisch gegrillten Festlbratwürste des Jahres.

Griller hatten dauernd zu tun

Beliefert wurde die Wirtsfamilie von der Metzgerei Greß. Bernhard Schmidt und seine Griller hatten alle Hände voll zu tun. Am Samstagabend sorgten Hula Hoop mit einer Schlagerzeitreise für ein volles Festzelt. Der Festsonntag startete mit einem Gottesdienst in der ehrwürdigen St.-Georgs-Kirche, deren Ursprünge in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Die heilige Messe zelebrierte Salesianerpater Alfred Lindner, und die Ministranten verrichteten ihren Dienst anlässlich der Kirchweih in Tracht.

Der Geistliche ging in seiner Predigt am Weißen Sonntag auf den Heiligen Georg ein. Der Schutzpatron der Soldaten sei der Legende nach ein Drachentöter. Die Drachen der heutigen Zeit seien laut Pater Lindners Predigt Gleichgültigkeit, Krieg und Umweltzerstörung. Diese gelte es zu überwinden. Auch auf das Wirken des verstorbenen Papstes Franziskus blickte er zurück. „Papst Franziskus ist ein wahres Vorbild für Menschlichkeit in dieser Welt“, so Pater Lindner.

Musikalisch wurde die Messe vom Orchester der Blaskapelle St. Georg Rieden umrahmt. Die Musiker spielten im Anschluss auf der Bühne des Festzelts weiter auf. Flotte Stücke, aber auch Klassiker wie der „Böhmische Traum“ durften dabei nicht fehlen. Den Nachmittag gestaltete der Alleinunterhalter Da Hias. Wer gern in der Sonne sitzen wollte, konnte aus dem Festzelt auf die Bierbänke davor ausweichen. Zünftig war die Stimmung und so wurde auch der ein- oder andere Schafkopf von den Stammgästen ausgekartelt. Beliebt waren die frischen Küchln als süßes Schmankerl zwischendurch.

Der Kirwamontag bot erneut Gelegenheit, bei guter Musik, leckerem Essen und süffigem Gerstensaft die Riedener Spotznkirwa zu genießen. Zünftige Unterhaltung gab es am letzten Tag von den Riedener Musikanten Der Bose und der Fonse. „Griaß de Gott Frau Wirtin“ schallte es neben anderen Liedern durchs Festzelt. Am Kirwamontag schauten die FC-Radler zahlreich bei der Spotznkirwa vorbei. Unter ihnen war auch Altbürgermeister Gotthard „Kik“ Färber, der anmerkte: „Wir sind eine edle Truppe und besuchen die wunderschöne Spotznkirwa immer wieder gern“.

Einen längeren Halt machten am Montag die FC-Radler, darunter (v. l.) Pfarrer Alfredo Malikoski, Altbürgermeister Gotthard „Kik“ Färber und Gemeinderat Helmut Bauer (4. v. l.) .
Am Ausschank hatten Max Wagner, Simon Schmidt, Georg Schmidt Jun. und Gerhard Fleischmann die Lage stets im Griff (v. l.). Und Zeit, um selbst anzustoßen, fanden sie auch.
Am Grill kümmerten sich Johannes Höfler (l.) und Bernhard Schmidt gut gelaunt um das Wohl der Gäste.