Fördertöpfe leer: Was ist mit den geplanten sozialen Wohnungen von Bayernheim in Neumarkt?

Von Wolfgang Endlein · 23. April 2025 um 17:00

Der Wohnungsmarkt in der Stadt Neumarkt ist angespannt. Große Hoffnungen setzen Stadtpolitik und Experten in das Projekt der Bayernheim, die im Deininger Weg 120 staatlich geförderte Wohnungen bauen will. Doch die Fördertöpfe des Freistaats sind aktuell leer. Die Bayernheim erklärt ihren Plan.

1,1 Milliarden Euro hat Bayern 2024 und 2025 für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. Das reicht aber nicht, um die Nachfrage zu stillen. Überall in Bayern werden Projekte entwickelt, bei denen die Bauherren auf Zuschüsse beziehungsweise günstige Darlehen des Freistaats zugreifen wollen. Im Gegenzug sind die geschaffenen Wohnungen für mehrere Jahrzehnte an eine günstige Miete gebunden. Sie dürfen nur an Menschen vermietet werden, die unter gewissen Einkommensgrenzen liegen und einen Wohnberechtigungsschein haben. Laut bayerischem Bauministerium gingen vergangenes Jahr Förderanträge im Umfang von 1,8 Milliarden Euro ein.

Das Geld dafür ist aber aktuell nicht da. Das bayerische Bauministerium will daher bei den Projekten priorisieren. Bauminister Christian Bernreiter verweist auf den Doppelhaushalt 2026/27. Dann werde auch klar sein, was der Bund an Geld zur Verfügung stelle.

Das sagt die Bayernheim zum Zeitplan für die Wohnungen in Neumarkt

Die Bayernheim ist einer der größten Förderantragsteller. Auch die sozialen Wohnungen in Neumarkt will das dem Freistaat gehörende Unternehmen mit Fördergeldern bauen. Dessen Geschäftsführer, Ralph Büchele, ist trotz der aktuell Lage entspannt, was das Neumarkter Projekt anbelangt: „Alles läuft planmäßig. Wir gehen nach wie vor von einer Baufertigstellung in 2027 aus.“ Die Sache mit den Fördergeldern habe man im Griff.

Dabei hilft, dass das Bauvorhaben noch nicht unmittelbar vor dem Baubeginn steht. Die Bayernheim kann also darauf setzen, dass die Politik die Fördertöpfe bis dahin wieder füllt.

Währenddessen treibt die Bayernheim laut ihrem Chef die Planungen weiter voran. Aktuell liefen jene für den Bauantrag, sagt Büchele. Erste Leistungen eines Generalunternehmers sollen bis Ende des Jahres vergeben werden, um die komplette Planung erstellen zu können. Denn danach soll es zügig weiter gehen. Anfang 2026 sollen die Bagger im Deininger Weg rollen, wenn es nach dem Bayernheim-Geschäftsführer geht. „Wir arbeiten daran, dass wir die Wohnungen möglichst schnell fertig stellen.“