Zur Situation an den Chamer Brennpunkten: Eingeimpfte Unsicherheit

Von Johannes Schiedermeier · 23. April 2025 um 19:00

Zack – da ist es wieder: dieses fiese Gefühl der Unsicherheit. Warum auch nicht. Wir sind ja eine richtige Krisengesellschaft geworden. Rundum: alles schlecht. Das weiß jeder. Wir hungern täglich, wir haben kaum was anzuziehen und leben in Zelten... Zumindest ist es das, was uns täglich eingeredet wird. Wenn man dann aus dem Fenster schaut, ist man jeden Morgen auf‘s Neue erstaunt: Cham ist noch da und die Sonne scheint. Wie jetzt...

So ist es auch mit unserer Sicherheit. Man fühlt sie so. Oder eben so. Es ist nachvollziehbar, dass niemand im Dunkeln gerne einer Gruppe junger Menschen begegnet. So eine Begegnung wird dann aber relativ, wenn man sich einmal vor Augen führt, dass die meisten Gewalttaten in den eigenen vier Wänden stattfinden, und die Opfer in vielen Fällen die eigenen Beziehungs-Frauen sind.

Dann gibt es da auch noch diese Kriminalitätsstatistik. Die war erst in der Zeitung und weist den Landkreis als einen der sichersten in Bayern aus, wo Bayern eh schon vergleichsweise sicher ist. Aber im Netz herrscht viel Meinung. Da sind Fakten nicht gefragt. Und dann ist da noch dieses Gefühl... – Ich krieg die Krise. Schon wieder!