Auch in Cham verkünden die Glocken den Tod des Papstes

Kurz nach 10 Uhr läuteten in der Kreisstadt Cham die Glocken. Sie verkündeten wie in vielen anderen Pfarreien des Dekanates Cham den rund 90 000 hier lebenden Katholiken den Tod des Papstes Franziskus. Kurz zuvor war die Meldung aus dem Vatikan auch über die Medien verbreitet worden: „Um 7.35 Uhr heute Morgen ist der Bischof von Rom, Franziskus, in das Haus des Vaters zurückgekehrt!“
Vor Messe verkündigt
Diese Formulierung benutzte auch Pfarrer Ralf Heidenreich, der als Dekan für das den Landkreis Cham umfassende Dekanat zuständig ist. Wir erreichen den Dekan kurz nach 11 Uhr in seiner Pfarrei in Wald. Er habe den Tod des Papstes gerade vor dem Gottesdienst verkündigt. So werde dies in vielen Pfarreien des Dekanats abhängig vom Informationsstand geschehen sein. In den Gottesdiensten sei auch bereits für den Papst gebetet worden. Ansonsten hätte ein 10- bis 15-minütiges Läuten der Kirchenglocken die Menschen auf den Tod des Kirchenoberhauptes aufmerksam gemacht.
Franziskus sei ein „Papst des Friedens, ein Papst der Solidarität und ein Papst des Umweltschutzes gewesen“, fasst Heidenreich die Rolle vom Pontifikat von Papst Franziskus zusammen. Die Katholiken betrauerten den Verlust, gleichzeitig blickten sie aber auch voller Zuversicht in die Zukunft. Die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens und des Osterfestes sei die Auferstehung und die „Rückkehr ins Haus des Vaters“, greift Heidenreich die Formulierung aus der Botschaft des Vatikans auf.
Natürlich trauere man um den Papst, der noch am Sonntag den Segen Urbi et Orbi auf dem Petersplatz erteilt habe. Er sei jetzt nicht mehr bei uns, sagt Heidenreich. Aber gleichzeitig werde an Ostern Jesu Tod und Auferstehung gefeiert und damit die zentrale Botschaft mit der Hoffnung der Gläubigen auf ein ewiges Leben.
Gebete und Gedenken
Einen Einfluss auf die Osterfeierlichkeiten im Kirchenjahr, das Osteroktav, werde der Tod des Papstes nicht haben. Es gibt aber nach katholischem Brauch eine neuntägige Trauerzeit für einen verstorbenen Papst. Es werde im Dekanat wahrscheinlich in jeder Pfarrei mit einer Messe und Gebeten des Papstes gedacht werden, vermutet Heidenreich. Wie das ausgestaltet werde, bleibe aber Sache der jeweiligen Pfarrei. Es sei denn, das Bistum werde dazu etwas mitteilen.