Fahrzeuge für Regensburgs Partnerstadt: Zwei Sprinter kommen nach Odessa

Von Tino Lex · 21. April 2025 um 15:00

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat zwei Mercedes-Benz Sprinter mit Rollstuhlrampe an den Vorstand von Space Eye, Michael Buschheuer übergeben. Auch eine Bücherspende gab es.

Mit dabei waren Annegret Wolfseher, Leiterin des Amtes für Kreislaufwirtschaft, Rudolf Gareis, Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft sowie Anja Kink vom Hauptamt Regensburg. Anja Kink ist die zuständige Projektleiterin und koordinierte die Aktion. Die Fahrzeuge erhielt die Stadt Regensburg im Rahmen des GIZ-Projekts Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine, die sich am Karsamstag nun auf den Weg in die Partnerstadt Odessa machen.

Süßigkeiten von den Rengschburger Herzen

Die Fahrzeuge sollen dort für den Transport von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen eingesetzt werden, deshalb die Rampen. „Zusätzlich wird eine Bücherspende aus dem Stadtarchiv mit auf die Reise gegeben – als Grundstock für den künftigen „Regensburg Lesesaal“ in Odessa“, erklärte Anja Kink. Diese 48 Bücher über Regensburg werden den Grundstock für einen „Regensburger Lesesaal“ in einer Bibliothek bilden. Zudem waren die Damen, die die beiden Fahrzeuge überführen, selbst einmal Flüchtlinge aus der Ukraine und helfen jetzt bei Space Eye mit und haben jede Menge Schokolade mit dabei. „Die Süßigkeiten haben wir von den Rengschburger Herzen bekommen, die wir gerne mit verteilen. Die Reise nach Odessa wird rund zwei Tage andauern. Ich denke, dass sie am Ostersonntag dort eintreffen werden“, erklärte Buschheuer.

Wie die Oberbürgermeisterin betonte, sei diese Fahrzeuglieferung Teil eines bundesweiten Projekts vom Bundesamt für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bereits 2022 und in den darauffolgenden Jahren hatte sich Regensburg erfolgreich um die Projektmittel beworben und unterstützt Odessa mit dringend benötigten Hilfsmitteln wie Müllfahrzeugen, einem Fahrzeug mit Hubarbeitsbühne, weiteren Fahrzeugen sowie sechs Generatoren, die unabhängig Strom erzeugen können.

Notstromaggregate und Balkonkraftwerk

Neben den Büchern und der Schokolade haben die beiden Sprinter sowohl Notstromaggregate als auch so genannte Balkonkraftwerke geladen, die mittels Solartechnik auf relativ kleinem Raum Strom für das Nötigste im Haushalt erzeugen können. „Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, unsere Partnerstadt Odessa, die permanent unter mit Raketen und Drohnen Beschuss steht, nicht nur symbolisch, sondern ganz konkret mit gezielter Hilfe zu unterstützen“, erklärt die OB.

xtl