DTS Maschinenbau ist insolvent

Neunburg. Es ist eine Hiobsbotschaft für die Mitarbeiter der Firma DTS Maschinenbau in Neunburg. Wie am Dienstag bekannt wurde, ist das Unternehmen insolvent.
Laut einer Pressemitteilung hat die Geschäftsführung beim Amtsgericht Amberg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht bestellte daraufhin am Dienstag den Rechtsanwalt Michael Burkert aus Bad Kötzting zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Vorhandene und neue Aufträge sollen laut Mitteilung wie gehabt bearbeitet werden. „Gemeinsam mit dem Geschäftsführer werde ich den Betrieb mit allen Beschäftigten von DTS fortführen“, wird Michael Burkert zitiert.
Er wolle sich möglichst schnell ein realistisches Bild vom Unternehmen und der allgemeinen Situation machen. Gespräche mit dem geschäftsführenden Inhaber Franz Schießl habe er bereits kurz nach seiner Bestellung geführt. Die Löhne und Gehälter der 170 Beschäftigten sind laut der Mitteilung über das Insolvenzgeld gesichert.
Nach Angaben der Geschäftsführung sei der Insolvenzantrag aufgrund deutlicher Auftragsrückgänge vor allem aus dem Bereich Automotiv notwendig gewesen. DTS wolle sich künftig breiter aufstellen, um weniger abhängig von einzelnen Branchen zu sein. Zudem seien auch bei DTS Fixkosten – etwa für Energie und Rohstoffe – deutlich gestiegen. Diese Kosten hätten oft nicht direkt an Auftraggeber weitergegeben werden können.
In den kommenden Wochen werde der vorläufige Insolvenzverwalter Sanierungsoptionen prüfen und erste Maßnahmen umsetzen. Laut Burkert biete die Insolvenzordnung verschiedene Möglichkeiten, das mittelständische Familienunternehmen erfolgreich zu sanieren. Insgesamt sehe er gute Chancen, DTS wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Es gebe bereits erste Interessensbekundungen von potenziellen Investoren. Burkert wolle darum zeitnah einen Prozess einleiten, um einen Investor zu finden, der das 2012 gegründete Unternehmen bei den kommenden Aufgaben unterstützt.
Was die genauen Ursachen für die deutlichen Auftragsrückgänge im Automotiv-Bereich bei DTS sind, ist aktuell noch unklar. Holger Voskuhl, der derzeit mit der Unternehmenskommunikation betraut ist, teilte auf Anfrage mit, dass zunächst ein Gutachten erstellt werden müsse. Auch zur Frage, welche konkreten Möglichkeiten in Betracht kommen, um das Unternehmen breiter aufzustellen, konnte Voskuhl noch keine Angaben machen. Er rechnet damit, dass es in einigen Wochen genauere Informationen geben könnte.