Kunsthandwerk und bestes Frühlingswetter lockt Besucher an den Perlsee bei Waldmünchen

Von Ingrid Milutinovic · 15. April 2025 um 11:00

Zwei gute Freundinnen, die eine Idee hatten: Nicole Schiedermeier betreibt den Minigolfplatz und Steffi Dirscherl die (fast) daneben liegende Reithalle. Wir machen das – sagten sie sich vor drei Jahren und starteten den ersten Kunsthandwerkermarkt im „Erlebnisraum Perlsee“. Daraus ist eine inzwischen fest verankerte Tradition geworden.

Meist am Wochenende vor Ostern (falls Ostern sehr früh im Jahr ist, auch mal nach Ostern) sind hier Aussteller mit einem bunten Angebot zu finden. Ungefähr die Hälfte ist bereits seit dem ersten Mal dabei, weiß Schiedermeier. „Es kommen immer neue hinzu“ ergänzt sie „und Platz haben wir ja wirklich genug“.

Die Organisation sei (schon fast) einfach, ergänzt sie. „Es ist ganz einfach Mund-zu-Mund-Propaganda, Standgebühr gibt es keine. Da ist es schon fast ein Selbstläufer“. Sogar von Anmeldungen für 2026 konnte sie berichten – für einige war der diesjährige Termin vielleicht nicht ganz passend – oder sie waren einfach schon auf einem anderen Markt unterwegs.

Großes Angebot an Dekoartikel für Ostern

Das Angebot war wieder bunt. Von den unterschiedlichsten Dekoartikeln aus Holz oder Keramik bis zu den verschiedensten Schmuckkreationen, von nützlichen und kreativen Haushaltsgegenständen bis zu Stoffbeuteln – alles war da. Verschiedene Düfte für ein gemütliches Zuhause vervollständigten das Angebot.

Rosa Plank ist nicht nur auf Herbstfest und Christkindlmarkt zu finden, sondern natürlich auch hier. Sie nutzt jede Gelegenheit, um mit ihren Stofftaschen Spenden für ein Kinder- und Waisenhaus in Simbabwe zu sammeln. Zu jedem Markt gehören natürlich auch Popcorn und ähnliche Kleinigkeiten, Stände, die besonders von den jüngeren Besuchern belagert wurden.

Die Waldmünchener haben die Veranstaltung begeistert angenommen. Das perfekte Wetter tat sein Übriges. Zu Fuß, per Fahrrad oder auch Auto, Hauptsache dabei sein, dachte sich wohl manch einer. Für viele ist der Kunsthandwerkermarkt aber schon Tradition. Fast von Beginn an herrschte deshalb munteres Treiben. An den Ständen wurde geschaut und gewählt und auch die Unterhaltung kam dabei nicht zu kurz. Natürlich kam auch die kulinarische Seite nicht zu kurz. Auf dem Minigolfplatz war ein Zelt aufgebaut und gegen Mittag füllten sich schnell die Plätze. In der „Freiluftküche“ wurde gebruzzelt, was das Zeug hielt. Und da alle Hände zur Speisenzubereitung benötigt wurden, hieß es am Sonntag kurzerhand „Selbstbedienung“. Für die Gäste kein Problem. Wer Lust hatte, konnte auf dem Minigolfplatz die vielleicht ersten Runden des Jahres drehen. Auch dieses Angebot wurde dankbar angenommen.

Erste Reitversuche für die Kinder

Auch in und um die Reithalle herum herrschte Hochbetrieb. Steffi Dirscherl hatte sich ein bunt es Kinderprogramm ausgedacht. In der Halle konnten die Kids erste Reitversuche unternehmen. Größere Pferde oder auch Ponys standen bereit. Unter fachkundiger Anleitung ging es dann im Kreis herum. Wer sich doch nicht so recht traute, kam draußen auf seine Kosten. Kinderschminken und Tattoos gab es als Andenken an den Tag. In der Zwischenzeit konnten sich die Erwachsenen an Kaffee und Kuchen gütlich tun.

Holzdeko - nur eines der Angebote.
Die ersten Runden hoch zu Ross.