Höchst unglückliche zweite Niederlage gegen Weltmeister Tschechien: Nationalteam bleibt in Regensburg torlos

Das Gute an Regensburg: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich in Spiel zwei massiv gesteigert und ist in ihrer Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft ab 8. Mai in Dänemark und Schweden auf internationalem Niveau angekommen.
Das Schlechte an den beiden Länderspielen gegen Weltmeister Tschechien in der Donau-Arena, der bei der WM am 19. Mai auch der letzte der sieben Vorrundengegner sein wird: Auch am Samstag gelang dem Team von Bundestrainer Harold Kreis vor mit 4650 Zuschauern ausverkauftem Haus kein eigener Treffer. Auf das in der Höhe doch bittere 0:7 vom Donnerstag folgte ein 0:1.
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Der entscheidende Treffer fiel dabei 132 Sekunden auf höchst unglückliche Art und Weise: Verteidiger Colin Ugbekile hatte den Puck ins Gesicht bekommen, Ondrej Kovarcik nahm die Scheibe auf und überwand allein vor Maximilian Franzreb den überragenden deutschen Torhüter, der auch als bester deutscher Spieler ausgezeichnet worden war. Dazu passierte das Ganze auch noch in deutscher Überzahl. „Es ist schon bitter, in einem Spiel, wo wir es nicht verdient hatten zu verlieren, dann auch noch so zu verlieren“, befand Harold Kreis. „Das war ein guter Abschluss hier. Und das erste Spiel radieren wir einfach aus dem Gedächtnis.“
Für den nächsten Doppelpack am Mittwoch und Donnerstag in Piestany gegen die Slowakei kündigte der Bundestrainer leichte Veränderungen an: „Es könnte sein, dass der ein oder andere aus Mannheim dazukommt.“ In der Slowakei erwartet Kreis die nächsten Schritte: „Es wird nicht viel anders sein als gegen Tschechien, nur dass das eben nicht der amtierende Weltmeister ist. Aber gegen die Slowakei sind es immer gute Begegnungen. Wir spielen gerne gegeneinander.“
Patrick Hager, der mit seinen 157 Länderspielen der mit weitem Abstand erfahrenste Akteur im Kader und folglich Kapitän war, ordnete die Probleme in Spiel eins der Wettkampfpause mancher Spieler zu. „Und außerdem ist das ja auch keine Mannschaft die international überdimensionale Erfahrung hat. Das waren ganz wichtige Spiele für die Zukunft der Jungs“, sagte Hager. „Aber in Spiel zwei hat man gesehen, dass wir den Rhythmus gefunden haben. Läuferisch und kämpferisch waren wir auf Augenhöhe. Und Tore schießen ist im deutschen Eishockey international immer ein Thema. Chancen hatten wir. Jetzt müssen wir Wege finden, sie auch zu nutzen.“ Die Bedingungen in der Donau-Arena lobte Hager: „Es gab nichts zu meckern.“
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Zu den Youngstern, die sich in Regensburg weitere internationale Sporen verdienten, gehörte auch Adrian Klein: Der 21-jährige Verteidiger, der in Weiden groß wurde und jetzt schon bei über 200 DEL-Spielen für Straubing steht, hatte in der Oberpfalz gewissermaßen ein Heimspiel. „Eigentlich war das ja immer ein Auswärtsspiel für mich. Aber ich habe das diesmal als Heimspiel genommen“, sagte Klein nach seinen Länderspielen fünf und sechs.Er sieht sich auf einem guten Weg. „Ich habe mich nach oben gearbeitet und es ist eine Riesenehre, hier dabeizusein. Ich glaube aber auch, dass die Leute langsam sehen, wer ich bin.“
Klein glaubt an seine Chance, zur WM zu fahren. „Das ist mein Ziel. Wenn es nicht so wird, nehme ich das auch an.“ Kapitän Hager gibt ihm recht: „Ob junger oder alter Spieler: In WM-Phase eins dabeizusein, heißt nicht, dass man keine Chance hat auf die WM. Du musst dich beweisen und jeder will sich aufdrängen.“