Die Gemeinde entwickelt sich prächtig

Walderbach. „So viele wie noch nie!“ Erfreut über das Interesse und den starken Besuch hieß Bürgermeister Michael Schwarzfischer die Gäste in der Hotel-Gaststätte Rückerl willkommen – nach Kirchenrohrbach, Dieberg und Haus die vierte Teilbürgerversammlung im Gemeindebereich Walderbach. Besonders hieß Schwarzfischer seine Stellvertreterin Beate Fink willkommen, die bei jeder Bürgerversammlung zugegen war, sowie Altbürgermeister Josef Höcherl, Gemeinderatsmitglieder und Vereinsvertreter.
Zahlen, Daten, Fakten – als erstes informierte das Gemeindeoberhaupt via Statistiken über die Entwicklung des Ortes. Dass sich Walderbach seit den 1990er Jahren stark entwickelt habe, war anhand eines Fotos zu erkennen, seitdem hat sich die Gemeinde verdoppelt. Es leben 2333 Einwohner in Walderbach (Vorjahr: 2346). Es gab 17 Geburten, 16 Sterbefälle sowie 15 Eheschließungen. Die Summe der Bauanträge und Bauvoranfragen ist im Vergleich zum Vorjahr (50) mit 33 eher niedrig einzustufen. 2023 gab es 611 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (2022 634).
Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei niedrigen 139 Euro, im Vorjahr lag sie noch bei 178 Euro. Man liege weit unter dem Landkreis-, Bayern und Bundesschnitt. Finanziell sei man gut aufgestellt, so Schwarzfischer, der aber ein „noch“ anhängte. Ebenso wie andere Kommunen kämpfe man mit Preissteigerungen. Erfreulich sind wieder die Einnahmen durch Gewerbesteuer, die mit 1 093 449 Euro (Vorjahr: 1 185 123 Euro) zu Buche schlagen. Ein weiterer positiver Faktor ist der Einkommenssteueranteil, der 2024 mit 1 707 842 Euro zu beziffern war. Dies seien für die Kommune verlässliche Zahlen, die wenig schwankten. Die Kreisumlage stieg an, die Schlüsselzuweisungen sind gesunken. Das Gemeindeoberhaupt legte auch die Zahlen des Verwaltungs- und des Vermögenshaushalts mit Einnahmen und Ausgaben offen. Die Hebesätze für die Grundsteuer wurden angepasst, zumal die Gemeinde nicht mehr damit verdienen möchte. Ebenso wurden die Zahlen der VG-Umlage verkündet sowie die Schuldenentwicklung, wobei hier auf das VG-Projekt Schulsanierung verwiesen wurde. In punkto Kriminalstatistik gab es 2023 31 Delikte, 2024 wurden 55 gemeldet. Via Bildpräsentation berichtete Schwarzfischer über weitere aktuelle Themen wie die Baugebiete in Walderbach und Kirchenrohrbach, wobei im Heuweg 7 ein Platz frei ist, im Heuweg 8 noch drei (Erbpacht) sowie in Kirchenrohrbach ein Platz.
Was die Bauprojekte anbetrifft, so wurde als sehr großes Edeka Pirzer genannt. Darüber hinaus wurde das Umfeld neugestaltet – hierfür konnte eine sehr gute Förderung erzielt werden und wurde zahlreiches positives Feedback ausgesprochen - und eine Abbiegespur geschaffen. Die Tagespflege mit dem Servicewohnen wurde als „wichtiges Objekt“ ebenso positiv erwähnt. Das sanierte Pfarrheim ist ebenso wichtig für die Gemeinde. Es wird fleißig genutzt, ebenso erfreute bereits ein Theaterstück zahlreiche Zuschauer.
Umfangreich informierte Schwarzfischer über den Breitbandausbau und den Fortschritt. Beim Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnte man den Kreisentscheid gewinnen, beim Bezirksentscheid ging „Silber“ an Walderbach.
Beim Rama dama wirkten nicht nur mehr als 100 Helfer mit, auch die Einrichtung mit der Förderstätte Walderbach beteiligte sich daran. Mit Johann Weingärtner und Dr. Johann Pielmeier haben zwei verdiente Bürger die Bürgermedaille erhalten. Altbürgermeister Albert Hierl wurde die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Zum Punkt Städtebauförderung dankte Schwarzfischer dem Gemeinderat, es wurde fünf Jahre konstruktiv zusammengearbeitet. Mit Blick auf das Ferienprogramm und darüber hinaus hatte Schwarzfischer lobende Worte für die Vereine.
Bilder wurden präsentiert vom Fledermauskeller sowie dem Bus, der für die OGTS und die Fußballer genutzt wird. Viele hochkarätige Konzerte finden das ganze Jahr über im barocken Festsaal statt. Die A- und B-Jugendspieler konnten einen riesigen Erfolg verbuchen, wobei Bilder der Meisterfeier gezeigt wurden. Im sportlichen Bereich ist auch erfreulich, dass man in Stockhof nunmehr ein Fitnessstudio habe.
Abschließend führte der Bürgermeister zusammen, dass in Walderbach ein aktives Dorfleben herrscht. Man könne gut Anschluss finden, etwa über die (kirchlichen) Vereine. Infos können über den gemeindlichen WhatsApp-Kanal erteilt werden, was rege angenommen wird. Eine große Diskussion am Ende unterblieb, eine Nachfrage gab es nur zum Punkt kommunale Energiepolitik.