Webasto streicht Hunderte Stellen in Deutschland: Auch im Landkreis Regensburg?

Der bayerische Autozulieferer Webasto hat am Mittwoch angekündigt, 650 Stellen in Deutschland streichen zu wollen. Damit wolle man die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit stärken, heißt es in einer Mitteilung. Das zuletzt ins Straucheln gekommene Unternehmen betreibt auch ein Werk in Schierling im Landkreis Regensburg.
Auf den Stellenabbau, der bis Ende des Jahres erfolgen soll, hätten sich Management und Arbeitnehmervertretung „nach intensiven Verhandlungen einvernehmlich geeinigt“, teilt Webasto mit. „Dies war eine schwere, aber angesichts der Marktentwicklung auch bei Webasto unumgängliche Entscheidung. Sie trägt wesentlich dazu bei, Webasto auch langfristig zukunftsfest zu machen“, wird der Vorstandsvorsitzende Jörg Buchheim in der Presseaussendung zitiert.
Der Fokus des Stellenabbaus liegt dem Unternehmen zufolge auf Arbeitsplätzen in der Verwaltung und Entwicklung. Zudem passe man Kapazitäten in der Produktion an die veränderte Nachfrage an. Betroffen sind laut Mitteilung die Standorte Gilching (Lkr. Starnberg), Hengersberg (Lkr. Deggendorf), Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), Utting (Lkr. Landsberg am Lech) sowie die Zentrale in Stockdorf in Gauting (Lkr. Starnberg) bei München.
Webasto-Stellenabbau: Aufatmen in Schierling
Nicht genannt wird der Standort des Zulieferers in Schierling (Lkr. Regensburg). Das Werk mit etwa 400 Mitarbeitern ist also offenbar nicht vom Jobabbau betroffen.
Um die Reduzierung von Arbeitsplätzen in Deutschland sozialverträglich zu gestalten, hätten die Vertretungen von Unternehmensleitung und unternehmenseinheitlichem Betriebsrat „einen ausgewogenen Interessenausgleich mit Sozialplan erarbeitet“, heißt es weiter von Unternehmensseite. Zentraler Bestandteil des Maßnahmenpakets sei das Angebot an die Betroffenen, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, die sie über maximal zwölf Monate umfassend bei der Vermittlung einer neuen beruflichen Perspektive unterstützt.
Webasto-Beschäftigte werden zuerst persönlich informiert
Wie es außerdem heißt, werden die betroffenen Beschäftigten persönlich informiert. „Dazu finden in den kommenden Tagen entsprechende Veranstaltungen an den jeweiligen Standorten statt“, heißt es schließlich in der Mitteilung. Erst dann sollten weitere Details bekanntgegeben werden.