Freiwillige Feuerwehr Schwandorf will am alten Standort bleiben – Mit 283 Einsätzen einen Höchststand erreicht

Von Dietmar Zwick · 31. März 2025 um 17:00

Die Freiwillige Feuerwehr Schwandorf ist nicht nur die größte unter den 16 Stadtteilfeuerwehren Schwandorfs, sondern auch die größte im gesamten Landkreis Schwandorf. Kürzlich versammelten sich 68 stimmberechtigte Mitglieder im Tierzuchtzentrum zur Jahreshauptversammlung. Auf dem Programm standen Neuwahlen und Ehrungen.

Der wiedergewählte 1. Vorsitzende Sebastian Kraus verwies in seinem Bericht auf zehn Vorstandssitzungen, die notwendig waren, um das umfangreiche Programm zu bewältigen. Erfreulicherweise stieg die Mitgliederzahl um 14 auf insgesamt 563. Viele gesellschaftlichen Ereignisse prägten das vergangenen Jahr.

Vom Weinfest bis zum Fußballspiel

Kraus nannte unter anderem die Christbaumversteigerung, einen Starkbierabend, das Fußballspiel „Alt gegen Jung“, das Helferfest, der Jahresausflug nach Rothenburg ob der Tauber, das Weinfest sowie verschiedene Gottesdienste.

Darüber hinaus nahm die Feuerwehr, wie Kraus erklärte, an den Jubiläumsfeiern zum 150. Gründungsfest der Feuerwehr Krondorf-Richt, der Feuerwehr Gögglbach und der Feuerwehr Neukirchen teil. Ein weiterer Höhepunkt sei das erfolgreiche und beliebte Sommernachtsfest gewesen, das erneut sehr gut besucht war. Das Jahr fand seinen Abschluss mit der traditionellen Weihnachtsfeier. Kraus dankte abschließend allen Helfern und Spendern.

Kommandant und Stadtbrandinspektor Klaus Brunner berichtete von den Einsätzen, die mit 283 einen Höchststand erreichten. Insgesamt wurden 13 weibliche und 59 männliche Feuerwehrleute für die Einsätze mobilisiert. 186 technische Hilfeleistungen und 86 Brände führten die Einsatzliste an, aber auch 53 Fehlalarme, davon 36 ausgelöst durch Brandmeldeanlagen, zählten dazu. Darüber hinaus führte die Feuerwehr 16 Personenrettungen mit der Drehleiter durch und war bei 29 Verkehrsunfällen im Einsatz.

Drehleiter erfordert Schulung

Brunner nannte als Hauptgrund für die deutliche Steigerung der Übungsstunden um 1843 auf insgesamt 4739 die intensive Schulung für die neue Drehleiter. Die Einsatzstunden sanken hingegen um 75 auf 1606. Besonders lobte Brunner das Engagement der Aktiven, die sich in verschiedenen Bereichen wie der Ausbildung zum Gruppenführer, Maschinisten oder im Bereich ABC-Strahlenschutz an der staatlichen Feuerwehrschule fort- und weiterbildeten.

In Bezug auf den künftigen Standort der Feuerwehr sprach sich Brunner für einen Verbleib an der Ettmannsdorfer Straße aus, da dieser Standort aus seiner Sicht mehr Vorteile bietet als die Hoher-Bogen-Straße. Er ermutigte alle Mitglieder, das Ehrenamt weiterhin mit Leben zu füllen.

Jugend nahmen an 87 Veranstaltungen teil

Jugendleiter Michael Dietz berichtete von der Jugendarbeit, die sich auf sieben Mädchen und 15 Jungen verteilt. Zwei von ihnen traten zur aktiven Mannschaft über. Insgesamt nahmen die Jugendlichen laut Dietz an 87 Veranstaltungen teil, darunter 48 Übungen, vier Ausflüge, sechs Leistungsabzeichen und rund 20 Vereinsveranstaltungen. Sie leisteten insgesamt 352 Stunden. Zudem unterstützen sie regelmäßig die Baumpflanzaktion der Stadt Schwandorf, indem sie Setzlinge gossen.

Als besonderes Highlight nannte Dietz die Teilnahme der Jugendfeuerwehr am Leistungsabzeichen, wobei sie beim Bundeswettbewerb, auf Kreis- und Bezirksebene antreten konnten. „Wir in der Kinderfeuerwehr sorgen für den Nachwuchs“, betonte Sabrina Fuchs, die Leiterin der Feuerschwäne Schwandorf. Aktuell gehören 19 Jungen und sieben Mädchen dieser Gruppe an, in der sie spielerisch feuerwehrtechnische Themen erlernen. Sie hielten laut Fuchs 18 Gruppenstunden ab und waren erstmals bei den Festumzügen dabei. Auch sie unternahmen Ausflüge, unter anderem zur Kriminalpolizei nach Amberg, zur Feuerwehrschule in Regensburg und ins Heimatmuseum Schwandorf.

Maßstäbe gesetzt

In seinem Grußwort dankte OB Andreas Feller (CSU) für das gesellschaftliche Miteinander. Mit ihrer Arbeit setze die Feuerwehr Maßstäbe. Besonders dankte er für Unterstützung bei der Baumpflanzaktion. Zudem sprach er den Rückstau in Sachen Beschaffungen für die Feuerwehren und auch den Standort der Feuerwache an. Von Seiten der Politik gebe es hierzu keine festen Präferenzen. Es sei nicht die Absicht, Lösungen vorzuschreiben. „Wir brauchen einfach ein funktionierendes Feuerwehrwesen“, erklärte Feller. Dies sei das A und O. In Zukunft gelte es, sich für die nächsten Generationen aufzustellen.

Ergebnisse der Neuwahlen:

Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis hervor: 1. Vorsitzender: Sebastian Kraus; Stellvertreter: Robert Heinfling; Kassier: Lothar Kick; Stellvertreter: Bastian Jungwirth; Schriftführerin: Lisa Meierhofer; Stellvertreter: Markus Rimgaila; Standartenträger: Andreas Rimgaila; Zeugwart: Markus Schwab; Kassenprüfer: Josef Andree und Karl Ziegler; Sprecher der Aktiven: Susanne Pritzel.

Ihnen galt Dank:

Geehrt wurden für 25 Jahre: Christian Beer, Isabella Demleitner, Alexander Fleißner und Sandra Hohler. Für 40 Jahre Karl Ziegler und für 50 Jahre Ehrenkreisbrandrat Robert Heinfling. Für 30 Jahre aktiven Dienst wurde Holger Roidl geehrt. Zum Feuerwehrmann wurden Simon Frankl, Jonas Hauser und Lena Vogl befördert. Oberfeuerwehrmann wurde Florian Eichinger und Michael Gillweit Löschmeister.