Wie die neue KI auf WhatsApp, Messenger und Instagram funktioniert – wenn sie denn verfügbar ist

Von Daniela Laitinen · 2. April 2025 um 10:10

Meta hat am 20. März begonnen, in der EU den neuen KI-Assistenten Meta AI auszurollen. Heißt, auf WhatsApp, Instagram und im Messenger soll man direkt auf die Künstliche Intelligenz zugreifen können. In Deutschland klappt das indes noch nicht so gut, wie wir feststellten.

In 41 Ländern in Europa hat Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und Whatsapp, vergangene Woche begonnen, den Chatbot seiner neuen Künstlichen Intelligenz Meta AI auszurollen. Mann kann mit dem Chatbot in sechs verschiedenen Sprachen kommunizieren: Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und natürlich auch Deutsch. ​

Meta AI schon seit 2023 in den USA

In den USA gehört die schlaue Maschine als Gesprächspartner schon seit 2023 zum Alltag der Messenger-User. In der EU gab es lange Zeit Probleme: „Es hat länger gedauert, als uns lieb war, unsere KI-Technologie in Europa verfügbar zu machen, da wir uns mit dem komplexen Regulierungssystem auseinandersetzen müssen“, schreibt der Konzern von Mark Zuckerberg.

Seot 20. März nun soll die Meta-KI schrittweise in Europa eingeführt werden. User von Instagram, Facebook-Messenger und Whatsapp können dann mit der KI plaudern beziehungsweise Fragen stellen wie bei einem normalen Kontakt. Der Chatbot greift dabei auf Ergebnisse aus Bing und und Google zurück. Wetter, Rezepte, Fußballergebnisse oder Kalorienangaben – die KI wird für alles eine Antwort finden. Die KI soll zudem als Organizer dienen können, zum Beispiel für Erinnerungen an Termine. Neben Textantworten soll „Meta AI“ in WhatsApp auch Bilder und kleine Videos generieren können. All diese Funktionen sollen kostenlos zur Verfügung stehen.

KI von Meta lässt sich nicht ausschalten

Ausschalten lässt sich die KI übrigens nicht. Sie ist fest in jeder der Messenger-Apps von Meta integriert. Das bedeutet: Auch wenn man Meta AI nicht nutzen möchte, bleibt der blaue-pinke Kreisel in der App sichtbar. Meta betont aber in den FAQ: „Persönlichen Nachrichten und Anrufe sind durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Niemand außerhalb des Chats kann sie lesen, anhören oder teilen, nicht einmal WhatsApp oder Meta.“ Auch die KI könne nicht auf die Inhalte anderer privater Chats zugreifen. Damit wehrt sich Meta gegen Vorwürfe, die KI würde persönliche Daten der User ausspionieren. Einzig die direkt an die KI adressierten Nachrichten und deren Inhalte würden gespeichert, um Meta AI weiter zu verbessern, so Meta.

Chatbot als Meta AI in der Kontaktliste

Man findet Meta AI in der Kontaktliste, zu erkennen an einem blau-pink-violetten Kreisel. Zudem kann man die KI auch in einem Gruppenchat dazuholen, durch die Ansprache @MetaAI. Das funkioniert im Übrigen auch in der Nachrichtenfunktion von Instagram und auf Facebook-Messenger.

Soviel zu bekannten Theorie. Zur Praxis können wir sechs Tage nach dem Roll-Out noch nichts sagen. Denn eine Umfrage in unserer Redaktion, einer bunten Mischung aus Android- und Iphone-Nutzern, hat ergeben: Bei keinem ist Meta AI bislang verfügbar, trotz mehrfacher Handy-Updates.

Wie ist das bei Ihnen? Machen Sie mit bei unserer Umfrage:

Achtung vor Fakeprofilen von Meta AI auf Instagram

Wir haben übrigens im Zuge unserer Recherchen festgestellt, dass es vor allem bei Instagram bereits diverse Fakeprofile zur Meta AI gibt. Daher lohnt sich immer ein Blick aufs Profil. Nur 300 Follower ist bei einem Weltkonzern wie Meta doch eher unwahrscheinlich.

UPDATE 2. April: Mittlerweile haben die meisten - nicht alle - aus unserer Redaktion die KI von Meta auf ihrem Handy. Und einige fragen sich schon: Kann man Meta AI bei WhatsApp wieder löschen?