Landgasthof Euringer in Paulushofen: Aus der eigenen Metzgerei auf den Teller

Unsere Zeitung begleitet die Aktionswochen „Kulinarisches Frühlingserwachen“ der Hotel-Gasthöfe in der Gemeinde Beilngries mit einer Serie. Diesmal ist der Landgasthof Euringer in Paulushofen an der Reihe.
Der Frühling erwacht – auch in den Küchen und auf den Speisekarten der Beilngrieser Hotelbetriebe beim „Kulinarischen Frühlingserwachen“. Im Vordergrund stehen dabei frische Produkte aus der Region, die für frühlingshafte Gerichte auf die Teller gebracht werden. Unsere Zeitung begleitet die Schmankerlwochen, die vom 15. März bis 13. April laufen, wie gewohnt mit einer Serie – dieses Jahr zum Thema „Geheimnisse und Besonderheiten aus der Küche“.
„Bodenständiger Betrieb mit bayerischen Gerichten“
Clemens Euringer vom Landgasthof Euringer in Paulushofen schmunzelt bei diesem Motto. „Geheimnisse aus unserer Küche? Die gibt es nicht. Wir sind ein bodenständiger Betrieb und bieten traditionelle bayerische Gerichte, frisch, lecker und mit besten Zutaten. Andere Geheimnisse haben und brauchen wir nicht.“
Vielleicht liegt ja gerade darin der Erfolg des Familienbetriebes, denn ein „offenes Geheimnis“ ist, dass in der Küche des Euringer nur Fleisch verarbeitet wird, das aus dem eigenen Schweinestall stammt oder von Rindern, die in Höfen der Region aufgewachsen sind. Geschlachtet wird im heimischen Betrieb selbst, frischer kann Fleisch somit nicht in den Theken der Metzgerei zum Verkauf oder in der Restaurantküche zum Kreieren köstlicher Gerichte landen. Sogar das Wildbret für zarten Rehbraten oder herzhaftes Hirschgulasch wird von Jägern der Region angeliefert.
Immer montags ist Schlachttag beim Euringer. „Neben unseren Schweinen holen wir auch die Rinder lebend von den Bauern ab, bringen sie zu uns und schlachten sie erst hier“, erklärt Clemens Euringer. Jeden Dienstag gibt es dann frisches Kesselfleisch mit Sauerkraut und Salzkartoffeln auf der Speisekarte, eine Spezialität, die Gäste zu schätzen wissen und einen Besuch beim Euringer genau deshalb gern unter der Woche einplanen. Immer Montag bis Donnerstag steht frische Schweineleber vom Grill auf der Speisekarte, mit gebratenen Apfelscheiben, Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salat. Auf der Tageskarte gibt es wechselnde Gerichte wie ein frisch zubereitetes Rindertartar, Zwiebelrostbraten mit Bohnen im Speckmantel oder Kalbssteaks in Champignonrahmsoße mit Eierspätzle und vieles mehr.
Auch an Vegetarier und Veganer wird gedacht
Bei so viel Liebe zum Fleisch – gibt es auch Gerichte für Vegetarier oder sogar Veganer? „Ja, natürlich, auch das ist kein Geheimnis. Wir haben beispielsweise Käsespätzle oder luftige Kartoffel-Quark-Pflanzerl und für Veganer panierte Kohlrabischnitzel mit Marktgemüse und Kartoffel-Wedges“, zählt Clemens Euringer auf.
„Wenn es überhaupt ein Geheimnis bei uns in der Küche geben sollte“, überlegt der junge Küchenchef, Metzger und Hotelchef, der sich selbst scherzhaft als „Allrounder für halt alles“ bezeichnet, „dann sind es manche Rezepte, die wir schon über mehrere Generationen pflegen und verwenden – das sind alte Familienrezepte, die wir nicht verändern, weil sie einfach gut sind“. Die Bayerische Leberknödelsuppe gehört beispielsweise dazu, „die machen wir nach einem alten Hausrezept und das schon seit Generationen“.