Meisterlich in Theorie und Praxis: In Burglengenfeld war Kreisentscheid im Rettungsschwimmen

Von Stefan Barte · 16. März 2025 um 17:00

Das Wasser im großen Schwimmbecken des Bulmare geriet am Samstagvormittag ganz schön ins Brodeln, als dort fast 100 Kinder und Jugendliche von Wasserwachten ihren Wettbewerb im Rettungsschwimmen austrugen. In drei Altersgruppen ermittelten jeweils fünf Teams die Sieger.

Der Wettbewerb umfasste dabei nicht nur jeweils sechs Schwimmdisziplinen am Vormittag, sondern auch eine theoretische Prüfung sowie eine praktische Erste-Hilfe-Aufgabe am Nachmittag. Den hohen Herausforderungen stellten sich heuer die Nachwuchsretter der Ortsgruppen Burglengenfeld, Neunburg, Nabburg, Schwarzenfeld und erstmalig auch aus Bruck sowie eine Gastmannschaft aus Cham. Diese nahm ohne Wertung an den Wettkämpfen teil. Die drei Altersgruppen gliederten sich dabei in die Stufen acht bis zehn Jahre, elf bis 13 Jahre und 14 bis 16 Jahre. Dabei kann man das begehrte Deutsche-Rettungsschwimmer-Abzeichen in Bronze überhaupt erst ab dem zwölften Lebensjahr erlangen.

Kräftezehrende Aufgabe

Aber bei genauer Betrachtung des Teilnehmerfelds ließen auch die jüngsten Schwimmer keine Zweifel daran aufkommen, dass sie die geforderten Voraussetzungen teilweise schon mit viel weniger Lenzen sicher erfüllen können.

Freilich unterschieden sich die Wettbewerbsanforderungen in den drei Altersstufen deutlich. Beginnend bei – teils noch spielerischen – Schwimmwettbewerben mit Bällen, Bojen, Flossen, Tauchringen oder dem Einsatz von Rettungsmitteln steigerten sich die Aufgaben bis hin zum kräftezehrenden Kleiderschwimmen bei den Jugendlichen. Die jeweiligen Leistungen konnten die Schiedsrichter eindeutig als „gekonnt“ bescheinigen. Keine Gruppe erreichte weniger als 60 Prozent der geforderten Leistungen.

Beim Feedback brachten es die Schiedsrichter auf den Punkt. Selbst die kleinsten Helfer konnten sicher einen qualifizierten Notruf absetzen und waren auch in der Lage, einen Verband bei einer Schnittverletzung anzulegen, oder einen verunfallten Badegast in eine lebensrettende Schocklage zu bringen.Da könne sich manch ein Erwachsener schon eine Scheibe abschneiden, war das lobende Fazit.

Dank sprachen Wolfgang Dantl und Michael Arnold als Vertreter der Kreis-Wasserwacht vor allem der Stadt Burglengenfeld und dem Bulmare für die Unterstützung aus. Um diesen Schwimmwettbewerb überhaupt stemmen zu können, agierten viele Helfer im Hintergrund.

Bulmare ein guter Ort für Wettkämpfe

Das enorme Unterstützerteam aus Schiedsrichtern, Trainern, Ausbildern, Übungsverletzten und Organisatoren lag zahlenmäßig fast auf dem Niveau der Teilnehmer. Johannes Ortner, der Geschäftsführer des Bulmare, zollte den ehrenamtlichen Rettungsschwimmern großen Respekt.

Er sei stolz darauf, dass das Bulmare für den Wettbewerb ausgewählt wurde, denn das Bad sei ein guter Ort für Wettkämpfe, aber auch um Spaß zu haben. Ein Wettbewerb mit 15 Mannschaften sei aber keine kleine Geschichte. „Ihr habt gezeigt, was ihr drauf habt, dafür gebührt euch mein Respekt“, so Ortner.

Sie qualifizierten sich für den Bezirksentscheid:

Stufe 1: OG Schwarzenfeld mit Jakob Nachtmann, Paul Lechleitner, Helena Tranitz, Fiona Hesl, Sophia Bauer, Sophia Schart, Johanna Weiß, Lucia Weber; OG Nabburg: (Team 1) mit Michael Schärtl, Theo Barthel, Emma Tremel, Isabel Werner, Luisa Plößl, Maximilian Knechtel, Simon Zitzmann, Lena Hofstetter. – Stufe 2: OG Schwarzenfeld mit Julian Braukmüller, Katrin Eules, Eva Fischer, Lena Lebrecht, Paula Seidl, Lion Zilch, Sandra Butz, Katharina Kurz, Christopher Nusche; OG Burglengenfeld mit Finn Zeitler, Ina Reichenbach, Greta Grimm, Noemi Heckel, Benjamin Baumgart, Julia Beer, Andreas Mösner, Franziska Ecker, Alina Meier, Melissa Fischer. – Stufe 3: OG Neunburg v. Wald mit Eva Keilhammer, Antonia Schütz, Matthias Ring, Nicole Schneeberger, Ronja Rosenberg, Martina Prechtl, Oliver Bindl; OG Nabburg mit Leonhard Lottner, Sophia Hösl, Manuel Maier, Peter Bauer, Larissa Christoph, Laurenz Götz, Christian Reif, Tim Sailer.

Jeweils die zwei bestplatzierten Mannschaften in den drei Altersgruppen qualifizierten sich für den nächsten Wettbewerb in zwei Wochen. Dann geht es zum Bezirksentscheid nach Kümmersbruck. Foto: Stefan Barte
Neunburger Teilnehmer haben es hier gleich mit drei typischen Erkrankungen an Gewässern zu tun: Bei einem verstauchten Knöchel, einem möglichen Schlaganfall und einer Hyperventilation mussten sie die richtigen Maßnahmen ergreifen. Foto: Stefan Barte