Pflanztröge für den neuen Marktplatz und Urnenstelen für den Friedhof

Über 85 000 Euro für Pflanzarbeiten und Pflanztröge am Saubrunnenplatz – so lautete die Bekanntgabe einer Vergabe aus der nichtöffentlichen Sitzung vom Dienstag. So viel Geld für die Bepflanzung eines relativ kleinen Platzes? Ungewöhnlich.
Ein kurzes Gespräch mit dem Leiter des Bauamtes der Stadt Waldmünchen, Rainer Röhrl, brachte aber schnell Klarheit. Hinter dem Posten verbirgt sich nicht nur die Bepflanzung am Saubrunnenplatz, sondern zum allergrößten Teil die Anschaffung von Pflanztrögen. Die sollen allerdings, weil sie mobil sind, vor allen Dingen den Marktplatz verschönern.
Die Pflanztröge sollen in drei Größen beschafft werden. In den größten gibt es sogar kleinere Sträucher/Bäume. Noch nicht ganz klar ist die Farbe der Tröge. Hier wolle man sich an die Farbe der Sitzbänke anpassen. Wie bereits in der Julisitzung besprochen, sollen um die Bäume auf dem Marktplatz herum fünf Sitzgelegenheiten entstehen. Allerdings wird ein Teil der Bänke an den Parkplätzen abgebaut werden. Insgesamt würden aber immer noch mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen als bisher, sagte Röhrl. Die Neumöblierung des Marktplatzes soll Mitte Mai stattfinden. Die Pflanzarbeiten übernimmt übrigens die Firma Wilfing aus Hohenfels.
Noch nicht genau steht der Beginn der Arbeiten am Saubrunnenplatz fest. Hier wird die ortsansässige Firma Wagner tätig werden. Die Bauarbeiten werden zwischen März und April beginnen. Ende soll im Herbst sein. Weil dadurch die wichtigste Zufahrt zum Marktplatz zeitweise nicht mehr passierbar sein wird, hatte Bürgermeister Markus Ackermann bei der Vorstellung des Haushalts schon um Verständnis dafür geworben. Die Zufahrten zum Marktplatz werden dann zeitweise nur noch über die engen Altstadtstraßen der Böhmer- und der Bahnhofstraße möglich sein. Die Abfahrt vom Marktplatz ist dann nur noch nach oben über die Böhmerstraße möglich.
In einer weiteren Auftragsvergabe wurde bei der nichtöffentlichen Sitzung die Erweiterung der Urnenstellen im Friedhof geregelt. Für 22 300 Euro wird die Firma Kronimus aus Iffezheim hier im Sommer fünf Stelen für Urnen aufstellen. Mit zwei einzeln stehenden Säulen und drei zusammengehörigen sollen sie zu der bereits vorhandenen Stelenwand passen. Die neuen Stelen haben 16 Kammern. In jede Kammer können bis zu zwei Urnen gestellt werden, berichtet Michael Graßl, der als Ordnungsamtsleiter für den Friedhof zuständig ist. Er stellte fest, dass damit die Stadt dem Trend zu Urnenbestattungen Rechnung trägt. Zwischen 70 und 80 Prozent der Bestattungen seien in Waldmünchen mittlerweile Urnenbestattungen. Für viele sei dabei der geringere Pflegeaufwand für die Grabstelle ein Entscheidungsgrund.
Auf dem Friedhof Waldmünchen sei es neben den Urnenstelen auch möglich, eine Urne in einem Erdgrab oder unter einem Baum zu bestatten. Auch auf dem zweiten städtischen Friedhof in Geigant sei es möglich, Urnen zu bestatten.
Die Urnenstelen würden im Sommer von der Iffezheimer Firma selbst aufgestellt. Das Fundament allerdings werde der Bauhof in Eigenleistung erstellen, teilte Graßl mit.
In einer weiteren nicht öffentlichen Vergabe wurden die Estricharbeiten in der Lehrküche der Schwarzachtal-Mittelschule an die Firma Meier in Lixenried für 9900 Euro vergeben.