SSV Jahn ärgert Spitzenteam aus Paderborn – das Pünktchen hilft aber nicht recht weiter

Von Felix Kronawitter · 9. März 2025 um 15:23

Fußball-Zweitligist SSV Jahn Regensburg tritt auf der Stelle. Die Oberpfälzer haben mit dem torlosen Remis gegen Aufstiegsanwärter Paderborn am Sonntag zwar vor 10.398 Zuschauern im Jahnstadion für eine kleine Überraschung gesorgt, der Punkt ist aber zu wenig, um wieder heranzukommen an die Konkurrenten.

Ulm (0:1 gegen Köln) ist drei Punkte vorne, Münster (0:1 gegen Nürnberg) sieben. Braunschweig (1:1 in Hannover) rangiert weiterhin sieben Zähler vor den Regensburgern.

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Vor dem Anpfiff waren die Blicke der Jahn-Fans voller Spannung auf die Aufstellung gerichtet. Felix Gebhardt oder erneut Julian Pollersbeck? Trainer Andreas Patz, hatte vor der Partie für Überraschung gesorgt, indem er offen ließ, ob die eigentliche Nummer eins nach abgesessener Sperre ins Tor zurückkehrt. Um 12.30 war die Überraschung perfekt. Pollersbeck bekam erneut den Vorzug.

Das Spiel zum Nachlesen gibt es in unserem Liveticker.

Im Vergleich zum 0:3 in Kaiserslautern nahm Patz drei Wechsel vor. Leopold Wurm startete für Robin Ziegele. Tim Handwerker ersetzte Bryan Hein und Christian Viet rückte für den verletzten Kai Pröger in die Startelf.

Auf beiden Seiten fehlt die Präzision

Es war eine ereignisarme erste Halbzeit. Dem Jahn war engagiert, es fehlte aber an Präzision im Offensivspiel. Sargis Adamyan war vorne einmal mehr der agilste Regensburger. In der 15. Minute bediente er seinen Kollegen Eric Hottmann sehenswert, der blieb aber hängen.

Auf der Gegenseite hatte der Jahn das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. Vier Mal war es brenzlig, der Ball fand den Weg aber nicht ins Jahn-Tor, denn auch dem Spitzenteam aus Paderborn fehlte die Präzision.

Kurz vor der Pause hatten manche Jahn-Fans schon den Torjubel auf den Lippen. Nach einer Ecke von Adamyan landete der Kopfball von Sebastian Ernst aber nur am Außennetz.

Gäste aus Paderborn sind aktiver

Paderborn hatte, so war es auch zu erwarten, mehr Ballbesitz (zur Pause 65 vs. 35 Prozent). 6:2 Torschüsse standen aus Sicht der Gäste nach 45 Minuten zu Buche. Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber vorne aktiver werden. Nach einer Ecke war Hottmann per Kopf zur Stelle. Das war knapp! (51.). Das Wetter war top, das Niveau auf dem Platz phasenweise doch sehr ausbaufähig.

Mit Anssi Suhonen und Noah Ganaus für Andreas Geipl und Adamyan brachte Patz einen frischen Doppelpack für die Schlussphase.

Pollersbeck war bei einem Freistoß von Raphael Obermair auf dem Posten (79.). Auf der Gegenseite fasste sich Christian Kühlwetter ein Herz − traf aber nur die Latte (82.). Beide Teams drängten nun auf den Siegtreffer. Es blieb aber torlos, auch weil der Jahn Glück hatte, dass Adriano Grimaldi in der Nachspielzeit nur die Latte traf.