30.000 Euro Minus: Marktrat beschließt Gebührenerhöhung für Dauercamper in Rieden

Bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Rieden im Landkreis Amberg-Sulzbach waren das Freibad und der Campingplatz an der Vilshofener Straße mehrfach Thema. Zunächst behandelte das Gremium die Gebühren. Das Ergebnis: Dauercamper müssen künftig mehr bezahlen.
Bürgermeister Erwin Geitner (CSU) erklärte, dass man die Eintrittspreise für das Freibad unverändert lassen wolle. Hier hatten die Ratsmitglieder keine Einwände – und so wird auch in der Saison 2025 der Tageseintritt für Erwachsene im Riedener Freibad fünf Euro kosten. Erwachsene mit Ehrenamtskarte müssen dafür vier Euro entrichten, Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren müssen drei Euro bezahlen. Eine Abendkarte ab 17 Uhr wird weiterhin angeboten. Hier kostet für Erwachsene der Abendeintritt drei Euro, Kinder und Jugendliche zahlen zwei Euro.
Familiensaisonkarten gibt es auch: Der Preis liegt für Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren pro Erwachsenem bei 65 Euro, für das erste und zweite Kind sind 35 Euro bei der Jahreskarte fällig. Das dritte und jedes weitere Kind hat dann im Rahmen der Saisonfamilienkarte freien Eintritt. Die normale Saisonkarte für einen Erwachsenen beläuft sich auf 85 Euro.
Ein Minus von 30.000 Euro
Anders sieht es bei den Campinggebühren aus. Geitner verglich die letztjährigen Gebühren des Riedener Campingplatzes mit den umliegenden Campingmöglichkeiten, etwa der Städte Hirschau und Schnaittenbach aber auch Pielenhofen. „Dort werden schon höhere Preise aufgerufen als bei uns“, machte der Rathauschef klar. Die Finanzzahlen nach Abzug der Abschreibungen weisen für das letzte Jahr ein Minus beim Campingplatz von rund 30.000 Euro aus.
Außerdem wies Geitner daraufhin, dass Rieden eine Pauschale von den Dauercampern verlange und nach jetzigem Stand keine Extragebühren für die Abfallbeseitigung aufrufe. Nun stellte er dem Gremium die Frage, ob man für 2025 die Preise anpassen sollte. Marga Kraus signalisierte ihre Zustimmung. „Man kann eine Preiserhöhung auch gut begründen, Alle Preise steigen, auch die Personalkosten durch Tariferhöhungen.“
Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat, dass die Stellplatzgebühr inklusive der Abfallentsorgung und Benutzung der Sanitäranlagen für Dauercamper von bisher 890 Euro im Jahr auf 990 Euro jährlich steigen wird. Die weiteren Campingplatzgebühren, etwa Tagesgebühren, wurden dagegen nicht verändert.
Wasserenthärtungsanlage soll angeschafft werden
Ein weiterer Tagesordnungspunkt thematisierte die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage für das Riedener Freibad. Hierüber musste der Marktrat beraten und Beschluss fassen. Hintergrund ist laut Geitner, dass man im Rahmen der Wartung und regelmäßigen Kontrolle festgestellt habe, dass sich bei den Duschen Kalkablagerungen gebildet haben. „Die Becken haben bereits eine solche Enthärtungsanlage, jetzt geht es um Duschen, die Durchlauferhitzer, aber auch den Gastrobereich“, erläuterte Bürgermeister Geitner. Insgesamt möchte er drei Angebote von Sanitärfirmen einholen. Der Marktgemeinderat beauftragte den Bürgermeister, nach Einholung der Angebote dem günstigsten Anbieter den Auftrag zu erteilen.
Am Ende der Sitzung gab Markträtin Erika Müllner aus Hammerberg den Wunsch aus ihrem Ortsteil an das Gremium weiter, eine oder zwei Hundetoiletten im Bereich von Hammerberg aufstellen zu lassen. Daraufhin wurde teilweise mit erhitzten Gemütern diskutiert, ärgerten sich doch mehrere Räte über die Hinterlassenschaften mancher Vierbeiner. „Die Bauhofmitarbeiter haben bisher 27 Hundetoiletten im Gemeindebereich aufgestellt. Die Entsorgung kostet unsere Kommune alleine 1000 Euro im Monat“, so Geitner.
Bürgermeister Meidinger appelliert
Laut dem Bürgermeister zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, dass es müßig sei, Hundetoiletten aufzustellen, da sich nicht jeder Hundebesitzer an das Einsammeln des Hundekots hält. „Die Nichtentsorgung der Hinterlassenschaften kostet 400 Euro Geldbuße“, mahnte der Bürgermeister. Er richtete einen eindringlichen Appell an die Hundebesitzer, den Kot korrekt zu entsorgen.