Trikot erinnert an Regensburger Zeiten: Ex-Jahn-Keeper Jonas Urbig feiert Champions-League-Debüt

Unverhofft kommt oft – und im Fall von Jonas Urbig auch sehr plötzlich. Am Mittwochabend feierte der 21-jährige Torhüter, der in der Rückrunde der Saison 2022/2023 das Tor des SSV Jahn Regensburg hütete, im Trikot des FC Bayern München gleichzeitig sein Pflichtspieldebüt für den FC Bayern und sein erstes Spiel in der Champions League.
Kurios war dabei vor allem der Grund, warum Urbig beim souveränen 3:0-Sieg der Bayern gegen Bayer Leverkusen zur Doppel-Premiere kam. Denn: Geplant war es definitiv nicht, dass Urbig, der erst im Winter ohne allzu viel Spielpraxis von Jahn-Zweitligakonkurrent Köln nach München kam, gegen Leverkusen zwischen den Pfosten steht. Dann feierte jedoch Stammkeeper Manuel Neuer das 2:0 von Jamal Musiala nach 55 Minuten zu sehr und keine fünf Minuten später stand auf einmal Urbig für die Bayern im Kasten – im grünen Torwarttrikot mit der Nummer 40 auf dem Rücken, fast so wie er vor zwei Jahren noch für den Jahn im Kasten stand.
Bester Erinnerungen an Urbig
In Regensburg hat man beste Erinnerungen an den Youngster. Erst kürzlich verriet Jahn-Keeper Alexander Weidinger im Gespräch mit der MZ, dass er seinem ehemaligen Teamkollegen beim großen FC Bayern zutraut, „perspektivisch zur Nummer eins aufzusteigen“.
So weit ist Urbig freilich noch nicht, doch seit Donnerstagvormittag ist klar, dass Neuer sich einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat. Gut möglich also, dass Urbig sich im Bayern-Tor weiter bewähren darf und am Wochenende gegen Bochum auch sein Bundesliga-Debüt feiert. Sein Coach Vincent Kompany sah ihn am Mittwoch in der Champions League jedenfalls „sehr ruhig, sehr souverän“. Bayern-Sportdirektor Max Eberl nannte Urbigs Auftritt „sehr stabil“.