Eine kluge Entscheidung: Es ist richtig, dass die Stadt beim Kaufhof auf das Vorkaufsrecht verzichtet

Es wäre falsch gewesen, das Vorkaufsrecht für das Kaufhof-Gebäude zu ziehen. Der Preis ist zu teuer, dazu kommen juristische Fallstricke – und der Umstand, dass ein wesentlicher Teil der Fläche nicht mitverkauft worden wäre.
Wer die Stadtpolitik in den vergangenen Wochen beobachtet hat, wer mit den Akteuren gesprochen hat, der konnte nicht umhin festzustellen, dass hier ein Selbstbewusstsein gewachsen ist, dass erst die Grundlage dafür geschaffen hat, diesem windigen Investor die Stirn zu bieten. Gut so! Regensburg ist und bleibt halt eine Freie Reichsstadt.
Wird mit dem Schutzschirm jetzt alles gut? Es gibt gute Gründe, skeptisch zu sein. Wer sich in der Öffentlichkeit so verhält, wie dieser Investor, der hat noch einige andere Tricks auf Lager, um möglichst viel Geld aus dieser Schrottimmobilie zu pressen. Genau da liegt die eigentlich Krux: Was wir gerade sehen, ist im Grunde genommen die Auswirkung eines völlig entfesselten Kapitalismus, der Städte wie Regensburg solchen Investoren ausliefert. So etwas sollte man sich nicht gefallen lassen.