Last-Minute-Kostüm: Diese Ideen der Chamer Närrischen lassen sich spontan umsetzen

Von Sabrina Kauer · 1. März 2025 um 11:00

Konfetti, Luftschlangen, bunte Girlanden, Livemusik und gute Stimmung – das und vieles mehr bringt die Faschingszeit mit sich. Zudem schlüpfen die Närrischen im Landkreis Cham Jahr für Jahr in ausgefallene Kostüme. Zum Faschingsendspurt haben wir eine kleine Auswahl an Verkleidungen zusammengestellt, die kürzlich bei Bällen in der Region präsentiert worden sind und noch spontan zu den bevorstehenden Umzügen und Feiern umgesetzt werden können.

Sie ist ein Klassiker unter den Kostümierungen:

Die Seniorengruppe. Dabei verkleiden sich junge Frauen oft als Großvater, wohingegen das männliche Geschlecht in die Rolle der Großmutter schlüpft. Folgende Kleidungsstücke und Accessoires hat der ein oder andere sicher irgendwo zuhause rumliegen: Für die Verkleidung als Seniorin eignen sich ein alter (Blümchen-) Schurz, Strickweste, Perlenkette, eine alte Brille, Kopftuch, Stricksocken und Pantoffeln oder Birkenstock. Der Senior erscheint ganz einfach in einem karierten Hemd. Darunter noch ein Kissen gestopft, schon ist auch das Wohlstandsbäuchlein präsent. Dieses kann noch von Hosenträgern festgehalten werden. Hut oder Schiebermütze sowie Tabakpfeife und gegebenenfalls ein aufklebbarer Bart runden das Bild des Opas ab. Wer noch eine Schippe drauflegen möchte, kann sich von den eigenen Großeltern oder den älteren Nachbarn einen Gehstock oder Rollator ausleihen – aber bitte vorher erst fragen!

Als einheitliche Gruppe oder als Alleingänger:

Mit ihrem „Schlumpfblau“ sticht die Comicfigur überall heraus. Für die Verkleidung als Schlumpf braucht es eine weiße Hose, ein blaues Langarm-Shirt, blaue Handschuhe und eine weiße Mütze. Eine solche kann aus Stoff, Fleece oder Filz selbst gebastelt werden. Wer als Papa-Schlumpf gehen will, trägt stattdessen rote Hose und Mütze sowie einen weißen Bart. Schlumpfine hingegen schmeißt sich in ein weißes Kleid beziehungsweise Top und Rock, dazu eine blaue Strumpfhose oder Leggings und eine weiße Mütze. Wer mag, malt sich das Gesicht blau an.

Wer will fleißige Handwerker sehen...:

...der muss zum Faschingsball gehen. Denn dort tummelt sich mancherorts ein Malertrupp. Mit bunten Farbstreifen und -spritzern werden herkömmliche T-Shirts, Kochschürzen, Kittel und Jeans schnell zur Maler-Kluft. Auch Blaumann oder Einweg-Overall eignen sich, um als handwerkliche Facharbeiter durchzugehen. Dazu noch ein Malerhut, der sich prima aus der Lokalzeitung falten lässt. Farbeimer, in die man beispielsweise Süßigkeiten, Schnapsfläschchen oder Luftschlangen und Konfetti füllt, sowie Pinsel und Farbroller runden die Verkleidung ab.

Malle ist doch nicht nur einmal im Jahr:

Wer vom Ballermann nicht genug bekommen kann, holt ihn sich einfach zum Fasching nach Cham. Beim Malle-Outfit ist so ziemlich alles erlaubt – Hauptsache bunt, schrill und bequem. Sonnenbrillen in diversen Formen und Farben, Cappys und eine Bauchtasche gehören zur Grundausstattung. Das Outfit selbst besteht aus Shorts, Badelatschen und T-Shirt oder Top. Auch Fußballtrikots werden gerne von den Feierlustigen getragen. Vielleicht hat der ein oder andere ja sogar ein Bierkönig-Shirt vom letzten Malle-Urlaub zu Hause...

Buntes Treiben im Landkreis Cham zum Faschingsendspurt

Leserfotos: Wir suchen die schönsten Leserfotos von Ihnen im Kostüm. Schicken Sie Ihr Bild an: social-media@mgbayern.de

Liveticker: Die Liveticker zu den Faschingsumzügen in Blaibach am Sonntag, 2. März, und Schorndorf, am Dienstag, 4. März, finden Sie bei uns im Internet unter: www.mittelbayerische.de/ themen/fasching/fasching-cham.

Beim Sportlerball der SpVgg Mitterdorf im Januar setzten die Mitterdorfer Burschen als Schlümpfe einen Farbtupfer. Foto: Reinhard Schreiner/Archiv
Farbeimer, Zeitungshut und bunt bemalte Schürzen: Die KLJB Beucherling war kürzlich beim Jugendball der KLJB Zell als Malertrupp vertreten. Foto: Kristina Groß/Archiv
Die Walderbacher Fußballerinnen holten den Ballermann kürzlich zum Frauenfasching in den Landkreis Cham. Foto: Ulrike Niklas/Archiv
Es muss nicht immer ein ganzes Outfit sein, es reicht auch, sich nur im Gesicht zu schminken. Symbolbild: Andreas Arnold/dpa