Am Kreuzberg in Burglengenfeld geht es rund – nun wurde um Lösungen gerungen

Die Straße Am Kreuzberg ist eine der kürzesten Straßen in Burglengenfeld (Landkreis Schwandorf). Und doch gibt es dort seit geraumer Zeit ein größeres Problem. Am Mittwoch trafen sich die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses zu einem Ortstermin, um über Lösungen zu beraten.
Zahlreiche Anlieger waren Zeuge – und durften ihre Sicht der Dinge einfließen lassen. Mit zwei Kleinbussen waren die Mandatsträger von Stadtbaumeister Franz Haneder und Stadtwerke-Vorstand Johannes Ortner zum Treffpunkt chauffiert worden. Dadurch entstand schon bei der Ankunft eine Situation, die das Kernproblem auf typische Weise verdeutlichte: Die Straße Am Kreuzberg ist eng. Die in einem Kurvenbereich geparkten Fahrzeuge erschweren den Begegnungsverkehr, von Wendemanövern ganz zu schweigen.
Seit Großbaustelle immer mehr Verkehr
Eine der Hauptursachen der Misere: Der Verkehr hat auch am ansonsten beschaulichen Am Kreuzberg zugenommen. Die Straße führt nämlich zu einem Parkplatz der AsklepiosKlinik, der seit Beginn der dortigen Großbaustelle nicht nur von Mitarbeitern, sondern auch Patienten-Besuchern genutzt wird.
Insbesondere für Verkehrsteilnehmer, die aus der Straße Am Binkenweg einmünden wollen, ist die Lage unübersichtlich. Abgestellte Fahrzeuge und Autofahrer, die in der Tempo-30-Zone zu flott unterwegs sind, verschärfen das Problem.
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Im September 2023, so heißt es in einem Bericht der Verwaltung, hätten sich Beschwerden gehäuft. Daher habe man eine Verkehrsschau mit der Polizei arrangiert. Das Ergebnis: Wenige Wochen später wurden im unteren Bereich der Straße probeweise fünf Schilder für eingeschränktes Halteverbot aufgestellt.
Das aber gefiel einigen direkten Nachbarn überhaupt nicht, denn sie mussten fortan ihre Autos woanders abstellen. Aus diesem Grunde gab es im November vergangenen Jahres eine weitere verkehrsrechtliche Anordnung. Markierungen wurden aufgebracht und eine Geschwindigkeitsanzeigetafel installiert. Die Halteverbotsschilder blieben allerdings bis auf eine Ausnahme erhalten.
Direkte Nachbarn protestierten
Direkte Nachbarn protestierten erneut. Im November 2024 reichten sie eine Unterschriftenliste ein. Nun sah sich die Verwaltung gezwungen, die Polizeiinspektion Schwandorf und die Straßenverkehrsbehörde am Landratsamt mit ins Boot zu holen. Sie sollten die Sachlage rechtlich würdigen.
Das Fazit ist, dass die Stadt leicht nachbessern sollte. Moniert wurde die Existenz mehrerer Vorfahrtsschilder. Sie seien überflüssig, weil in der 30er Zone grundsätzlich rechts vor links gelte.
Die getroffenen Parkverbote wurden seitens der Behörden positiv bewertet. Sie seien nötig, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Durch die beiden noch zugelassenen Parkplätze im Bereich der Einmündung des Binkenwegs ergibt sich aus Sicht des Landratsamts „keine besondere Gefahr“. Bergab fahrende Verkehrsteilnehmer hätten ihre Fahrweise eben anzupassen.
Die Verwaltung soll es wieder richten – aber wie?
Vor Ort ergab sich ein unterschiedliches Meinungsbild. Die große Mehrheit der Anwesenden sieht die Lage aber weiter kritisch. Vor allem Fußgänger lebten gefährlich. CSU-Rat Thomas Hofmann plädierte dafür, auf die Bürger zu hören und eine gezackte Markierung, in der Parken nicht gestattet ist, zu verlängern. Ähnlich äußerte sich Grünen-Rat Norbert Wein.
Geschäftsleiter Wolfgang Weiß gab zu bedenken, dass die Rechtsgrundlage dafür fehle. Immerhin seien die Anlieger aus dem Binkenweg gar nicht gezwungen, über die Straße Am Kreuzberg Richtung Innenstadt zu fahren. Sie hätten am anderen Ende eine zweite Möglichkeit.
Letztlich wurde die Debatte im Rathaus fortgesetzt. Auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Gesche (CSU) wurde bei einer Gegenstimme beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, Parken an den kritisierten Stellen zu unterbinden. Das „Wie“ blieb offen.
