US-Medien: Oscar-Preisträger Gene Hackman und seine Frau tot aufgefunden

Von Passauer Neue Presse · 27. Februar 2025 um 10:05

Oscar-Preisträger Gene Hackman und seine Frau (63) sind laut US-Medien unter Berufung auf das Büro des Sheriffs des Bezirks Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico, tot. Die beiden seien tot in ihrem Haus aufgefunden worden, hieß es am Donnerstag in den Berichten.

Gene Hackman wurde 95 Jahre alt, der US-Schauspieler zählte weltweit zu den führenden Charakterdarstellern. Er wurde 1971 mit der Rolle des Drogenfahnders Jimmy „Popeye“ Doyle in French Connection – Brennpunkt Brooklyn bekannt. Dafür sowie für die Rolle in dem Western Erbarmungslos aus dem Jahr 1992 wurde er mit dem Oscar ausgezeichnet. Zudem war er vierfacher Golden-Globe-Preisträger.

Eine Sprecherin des Sheriffs sagte ABC News und CNN, das Paar sei bei einer Sozialkontrolle gefunden worden, nachdem sich ein Nachbar gemeldet hatte, der besorgt um das Wohlergehen der beiden war. Auch der Hund des Paares wurde demnach tot aufgefunden. Die Todesursache ist noch unklar, die Polizei geht aber nicht davon aus, dass ein Verbrechen vorliegt. Den Berichten zufolge wird erwartet, dass die Beamten am Donnerstag eine Erklärung mit weiteren Einzelheiten veröffentlichen.

Seine erste größere Rolle spielte Hackman 1964 in dem Streifen „Lilith“ mit Warren Beatty, der ihn drei Jahre später für „Bonnie and Clyde“ engagierte. Als Clydes Gangster-Bruder erhielt Hackman seine erste Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller.

Mit knapp 75 kehrte er Hollywood den Rücken

Nach seinem Durchbruch als oscarprämierter Hauptdarsteller mit „French Connection“ (1971) ging es mit der Karriere rasch bergauf. In „Scarecrow“ spielt er einen Landstreicher, in „The Conversation“ („Der Dialog“) einen paranoiden Abhörspezialisten. Mit Kassenknüllern wie der John-Grisham-Verfilmung „Die Firma“ und „Crimson Tide“ schaffte er es auf Hollywoods A-Liste. Bekannt ist er auch aus Filmen wie „Erbarmungslos“ und „Die Royal Tenenbaums“.

Aus Hollywood hatte der Charakterdarsteller sich jedoch schon vor Jahrzehnten zurückgezogen. Mit knapp 75 Jahren ging er in den Ruhestand. Er schrieb aber Bücher, etwa den Bürgerkriegsroman „Escape from Andersonville“ (2008) und den Polizeithriller „Pursuit“ (2013) - und hielt sich bis ins hohe Alter fit. Mit seiner zweiten Frau Betsy Arakawa lebte er fernab von der Traumfabrik, im ländlichen Santa Fe.