Doppelter Bomben-Fund im Osten von Regensburg: Entschärfung am Dienstag trifft Firmen

Von Philip Hell · 24. Februar 2025 um 17:57

Kaum wollte man mit der Entschärfung der ersten Bombe beginnen, da tauchte schon ein zweiter Sprengkörper auf: Die Einsatzkräfte mussten sich am Montag einmal mehr mit explosiven Überbleibsel des Zweiten Weltkriegs beschäftigen. Eine der beiden Bomben konnte am Montag nicht mehr entschärft werden. Der Sprengkörper soll daher am Dienstagvormittag unschädlich gemacht werden, was wiederum Auswirkungen auf angrenzende Firmen haben wird.

Die erste Bombe tauchte am Vormittag auf, teilte die Polizei mit. Bei ihr handele es sich um einen sogenannten Teilzerscheller – heißt: Es ist nur mehr ein Teil des Sprengstoffs enthalten. Der Sprengmeister legte am frühen Nachmittag einen Sperrradius auf 300 Meter um den Fundort mitten auf einem Feld fest. Davon lediglich betroffen: die benachbarte Teststrecke von Vitesco sowie ein paar Feldwege. Folglich musste niemand evakuiert werden. Gerade als die Sprengexperten zur Tat schreiten wollten, stieß man bei Sondierungsarbeiten allerdings auf eine weitere Bombe – die hatte es wiederum in sich.

Während der erste Sprengkörper am Montag entschärft wurde, ist dies beim zweiten erst am Dienstag möglich, teilte die Polizei am Abend mit. Die zweite Bombe ist vollständig intakt und wiegt über 200 Kilo. Der Sprengmeister bestimmte den Sicherheitsradius auf 500 Meter – darin liegen vor allem Firmen im Umfeld der Siemensstraße. Diese wurden am Montag über die Maßnahmen informiert. Ebenfalls sind Firmenwohnungen im Umfeld der Siemensstraße sowie Wohnanwesen südlich der Straubinger Straße, zwischen den Hausnummern 54 bis 64 B, zu verlassen, teilte die Polizei mit. Die nötigen Evakuierungen sollen ab 7.30 Uhr beginnen. Bereits ab 7 Uhr wird am Dienstagvormittag im Pfarrsaal St. Coloman Harting eine Betreuungsstelle eingerichtet. Ebenfalls ab 7 Uhr ist ein Bürgertelefon unter der Nummer (09 41) 5 07 89 36 erreichbar. Die Polizei sperrt ab 7 Uhr die Siemensstraße zwischen Straubinger Straße und Kremser Straße für den Verkehr.

Schon in der vergangenen Woche machte das Feld im Stadtosten Schlagzeilen, ebenfalls wegen einer Bombe. Der Sprengkörper wog 45 Kilo – lag aber etwas näher an bebautem Gebiet. Daher mussten Anwohner und Mitarbeiter einer angrenzenden Firma evakuiert werden. Damals waren nur rund 60 Personen betroffen. Das sieht am Dienstag aller Voraussicht nach etwas anders aus.